Rathaus und Amtshaus im Sommer
© Stadtverwaltung Ilmenau / Andreas Hartmann

Stadt Ilmenau geht mit beschlossenem Rekordhaushalt in das neue Jahr 2024

Neugestaltung des Quartiers Fischerhütte in der Stadt Ilmenau
© Stadtplanungsbüro Wilke, STHP Straßen-, Tief- und Hochbauprojektierung GmbH und Ruge+Messerschmidt Architektur und Projektsteuerung

Die Stadt Ilmenau geht mit einem beschlossenen Haushalt in das Jahr 2024. Mit einem Gesamtvolumen von 108,5 Millionen Euro liegt der umfangreichste Etat seit 1990 vor. 22,4 Millionen Euro davon stehen allein im Vermögenshaushalt für Investitionen zur Verfügung. Durch die solide wirtschaftliche Situation in der Stadt und eine kontinuierlich gute Haushaltsführung kommt die Stadt nach derzeitigem Stand nicht nur ohne neue Schulden aus – im Gegenteil: Ilmenau tilgt auch im kommenden Jahr kräftig Schulden. Rund 2,3 Millionen Euro sind für die ordentliche und außerordentliche Tilgung vorgesehen. Damit sinkt der Schuldenstand der Stadt auf voraussichtlich 166,55 Euro pro Einwohner Ende des Jahres 2024 und liegt damit weit unter dem Thüringer Schnitt (aktueller Stand Landesamt für Statistik von 12/2022 von 577 Euro).

„Gemeinsam haben der Stadtrat und die Stadtverwaltung Ilmenau – hier insbesondere die Kämmerei – für einen ausgewogenen Haushalt gesorgt, der noch dazu keine Kreditaufnahme vorsieht. Das ist im Vergleich zu anderen Städten unserer Größe keine Selbstverständlichkeit mehr, aber auch kein Selbstläufer. Den größten Beitrag an dieser Situation leisten die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihrer täglichen Arbeit aber selbst. Mit über 22 Millionen Euro im Vermögenshaushalt können wir einen Großteil unserer Steuereinnahmen wieder direkt in Maßnahmen, Angebote und die Infrastruktur vor Ort – also in die Menschen in Ilmenau investieren“, sagte Ilmenaus Oberbürgermeister Daniel Schultheiß.

Durch die Nutzung von Fördermittelprogrammen des Landes Thüringen, des Bundes und der Europäischen Union kann das Geld der Ilmenauerinnen und Ilmenauer noch effektiver eingesetzt werden. Die Einnahmen aus zweckgebundenen Zuweisungen und Zuschüssen für Investitionen wurden für das Haushaltsjahr 2024 insgesamt in Höhe von 8,52 Millionen Euro veranschlagt. Einen Schwerpunkt der Förderung in der Kernstadt bildet die Sanierung des Areals „Fischerhütte“ mit einer geschätzten Fördersumme von 1,2 Millionen Euro allein im Jahr 2024.

Die Neugestaltung des Quartiers „Fischerhütte“ markiert für die nächsten Jahre die deutlichste Veränderung im Bild der Innenstadt. Die Fläche wird zu einem Erlebnis-, Wohn- und High-Tech-Standort: Mit der historischen Fischerhütte als markantem Kern und einem hohen Naherholungswert durch die neue Terrassenanlage direkt am Ilmufer wird das Gebiet zudem als attraktive Spange zwischen dem Stadtzentrum und dem Campus ein Magnet für die Ilmenauerinnen und Ilmenauer selbst sein, ist Oberbürgermeister Schultheiß überzeugt.

„Mit diesem Haushalt können wir mit viel Zuversicht in das Jahr 2024 starten, für das ich Ihnen viel Gesundheit, Glück und Momente der Zufriedenheit wünsche. Gleichzeitig bedanke ich mich bei allen Menschen, die sich ehrenamtlich für ihre Stadt engagieren. Fernab von soliden Haushaltszahlen sind Sie es, die auch im Jahr 2024 für ein lebendiges Ilmenau sorgen“, erklärte Daniel Schultheiß.

Ausgewählte Investitionen in die Kernstadt und in die Ilmenauer Ortsteile aus dem Vermögenshaushalt 2024:

Ilmenau

Entwicklung Fischerhütte: 1,5 Millionen Euro (Gesamtbedarf 9,8 Millionen Euro)

Sanierung Jugendhaus Schatoh: 80.000 Euro

Beginn Sanierung Rennrodelbahn: 40.000 Euro (Gesamtbedarf 160.000 Euro)

Bau einer neuen Mountainbike-Strecke am Lindenberg (blauer Kurs für Familien, einfache Schwierigkeit): 320.000 Euro

Sanierung Goethehäuschen: 30.000 Euro (Gesamtkosten 120.000 Euro, davon 90.000 Rest aus 2023)

Fortsetzung Baumaßnahme Oehrenstöcker Straße: 280.000 Euro (Gesamtkosten 625.000 Euro)

Neubau Toilette Innenstadt: 50.000 Euro (Gesamtkosten 170.000 Euro)

Errichtung von Trinkbrunnen in der Innenstadt: 30.000 Euro

Errichtung Terminal M (Parkhaus): 750.000 Euro (Gesamtkosten 9,3 Millionen Euro.)

Bücheloh

Umbau Feuerwache: 20.000 Euro (Gesamtbedarf 37.000 Euro)

Kirche Bücheloh: 20.000 Euro (Gesamtbedarf 37.000 Euro)

Straßenausbau Eichenberg: 150.000 Euro (Gesamtbedarf 370.000 Euro)

Frauenwald

Umbau und Sanierung Turnhalle: 75.000 Euro

Feuerwache: 80.000 Euro

Neugestaltung Kurpark 75.000 Euro

Umbau/Sanierung Tourist-Information: 65.000 Euro (Gesamtbedarf 480.000 Euro)

Gehren

Fortsetzung Neubau Kita: 1,15 Millionen Euro (Gesamtbedarf 6,3 Millionen Euro)

Sanierung Schlosspark: 360.000 Euro (Gesamtbedarf 884.200 Euro)

Schobsewehrgraben: 80.000 Euro (Gesamtbedarf 727.700 Euro)

Gräfinau-Angstedt

Sanierung Sportplatz: 410.000 Euro (Gesamtbedarf 771.300 Euro)

Umbau und Erneuerung Parkplatz Mehrzweckhalle: 70.000 Euro (Gesamtbedarf 320.000 Euro)

Sanierung Friedhof: 100.000 Euro (Gesamtbedarf 264.900 Euro)

Heyda

Ausbau Simsgasse: 150.000 Euro (Gesamtbedarf 280.000 Euro)

Neubau Parkplatz Talsperre: 250.000 Euro (Gesamtbedarf 1,2 Millionen Euro)

Jesuborn

Ausbau Borngasse: 250.000 Euro (Gesamtbedarf 340.000 Euro)

Sanierung Dorfgemeinschaftshaus: 50.000 Euro (Gesamtbedarf 400.000 Euro)

Langewiesen

Rathaus Langewiesen: 100.000 Euro (Gesamtbedarf 220.000 Euro)

Jugendclub: 50.000 Euro (Gesamtbedarf 500.000 Euro)

Kultur- und Sportzentrum: 150.000 Euro (Gesamtbedarf 5,4 Millionen Euro)

Ausbau Tragbergstraße: 160.000 Euro (Gesamtbedarf 410.000 Euro)

Manebach

Erneuerung Kindergarten: 111.000 Euro (Gesamtbedarf 652.000 Euro)

Aufstieg Helenenruhe: 90.000 Euro

Ausbau Schmücker Straße: 130.000 Euro (Gesamtbedarf 1,45 Millionen Euro)

Möhrenbach

Neubau Hauptstraße: 600.000 Euro (Gesamtbedarf 1,73 Millionen Euro)

Schwammsanierung Ratskeller: 50.000 Euro (Gesamtbedarf 256.400 Euro)

Oberpörlitz

Erneuerung Spielplatz: 35.000 Euro

Parkplatz Dorfgemeinschaftshaus: 50.000 Euro

Sanierung Bürgerhaus: 70.000 Euro

Oehrenstock

Sanierung Spielplatz: 50.000 Euro (Gesamtbedarf 120.000 Euro)

Sanierung Feuerwache: 40.000 Euro (Gesamtbedarf 90.000 Euro)

Umbau/Erweiterung Festplatz: 30.000 Euro (Gesamtbedarf 130.000 Euro)

Pennewitz

Erneuerung Sportplatz und -gebäude: 427.500 Euro (Gesamtbedarf 1,48 Millionen Euro)

Alte Schulstraße: 200.000 Euro (Gesamtbedarf 550.000 Euro)

Roda

Treppenerneuerung Kirche: 35.000 Euro

Errichtung Backhaus: 100.000 Euro

Stützerbach

Feuerwehrfahrzeug: 550.000 Euro

Ausstattung Kindergarten: 25.000 Euro

Kurpark: 35.000 Euro (Gesamtbedarf 300.000 Euro)

Sanierung Haus des Gastes: 350.000 Euro (Gesamtbedarf 760.000 Euro)

Unterpörlitz

Kindergarten: 20.000 Euro

Ausbau Schulstraße: 200.000 Euro (Gesamtbedarf 700.000 Euro)

Ausbau Ahornallee: 70.000 Euro

Wümbach

Erneuerung Sportplatz: 35.000 Euro

Dorfgemeinschaftshaus: 40.000 Euro (Gesamtbedarf 340.000 Euro)

Ausbau Straßen Gewerbegebiet: 95.000 Euro (Gesamtbedarf 250.000 Euro)

Bei den hier aufgeführten Investitionen handelt es sich zum Teil um Bauabschnitte von mehrjährigen Vorhaben, die in Klammern mit dem Gesamtbedarf gekennzeichnet sind.

14.12.2023