Panorama Stützerbach
© Stadtverwaltung Ilmenau / Wolfgang Kobe

Staatlich anerkannter Luftkurort Stützerbach

Fotos mit Impressionen aus Roda

Seien Sie herzlich willkommen im Staatlich anerkannten Luftkurort Stützerbach. Unser idyllischer Ort liegt in 590 – 828 m Höhe am Nordosthang des Thüringer Waldes inmitten einer herrlichen Mittelgebirgslandschaft. Eingebettet in ausgedehnte Wälder und Wiesen erleben Sie in einer Zone des UNESCO-Biosphärenreservates Thüringer Wald urwüchsige Landschaft, glasklare Bäche, seltene Pflanzen und Tiere.

Stützerbach ist geprägt durch das Leben und Wirken von Goethe, seiner Glastradition und seiner Verbundenheit zur Lehre von Pfarrer Sebastian Kneipp. In Stützerbach wurden bereits seit 1932 Kneippkuren durchgeführt. Die klassische Kneipp-Kur bewirkt durch ihr ganzheitliches Therapiekonzept eine Harmonisierung von Körper, Geist und Seele auf natürliche Weise. Eine Kneippkur kann körperliche und seelische Funktionsstörungen ausgleichen und die Lebensgeister neu wecken. Der Ort verfügt über Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Ferienhäusern sowie Ferienwohnungen. Für jeden ist sicher etwas dabei.

Stützerbach zählt 1.403 Einwohner, davon 1.319 mit Hauptwohnsitz (Stand: 30.06.2020).

Zum 1. Januar 2019 wurde Stützerbach als neuer Ortsteil in die Stadt Ilmenau aufgenommen.

Bis 1659 gehörte das damals winzige Örtchen zur „Gefürsteten Grafschaft Henneberg“. Das ehemals bedeutende Geschlecht der Henneberger starb 1583 in männlicher Linie aus. Von der nachfolgenden Erbteilung des hennebergischen Gebietes war auch Stützerbach direkt betroffen. Der den Ort durchfließende Bach Lengwitz, der sich am Ortsausgang in Richtung Ilmenau mit dem Taubach und Freibach zur Ilm vereinigt, wurde zur Ländergrenze. Dabei wurde der linksseits gelegene Teil kurfürstlich-sächsischem, der rechtseitige Teil sächsisch-weimarischem Besitz zugeordnet. Nach 1815 fiel der kursächsiche Teil an Preußen; seitdem gab es bis 1946 ein Stützerbach P.A. (preußischer Anteil) und ein Stützerbach W.A. (weimarischer Anteil). Die Teilung hatte auch zur Folge, dass es fortan zwei Verwaltungen, also zwei Bürgermeister, zwei Schulen, zwei Kirchen, zwei Friedhöfe, zwei Forstämter, sogar zwei Feuerwehren, doppelte Vereine usw. gab. Die beiden Gotteshäuser und Friedhöfe sind heute noch sichtbares Zeichen einstiger Teilung. Nach 1946 kam „Gesamt“-Stützerbach zum Land Thüringen, 1949-1990 gehörte es innerhalb der DDR zum Bezirk Suhl und ist bis Ende 2018 dem Ilm-Kreis als Teil der Verwaltungsgemeinschaft „Rennsteig“ zugeordnet.

Das Wappen zeigt den Fluss Lengwitz, der sich durch den Ort schlängelt, steht aber auch für die Teilung Stützerbachs in einen dem Amt Schleusingen (Preußen) und einen dem Amt Ilmenau (Sachsen-Weimar-Eisenach) zugehörigen Ortsteil. Nadelbaum und Geweihstangen deuten auf die umgebenden Wälder hin.

Goethemuseum Stützerbach

Der Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe weilte ab 1776 dreizehnmal in Stützerbach und wohnte im "Gundelachschen Haus", welches heute als Museum mit Ferienwohnungen ausgebaut ist. Zu besichtigen sind das originale Wohn- und Arbeitszimmer Goethes, verschiedene Schriften zu den geologischen Studien Goethes, Briefe und Zeichnungen sowie das sogenannte „Goethezimmer“. Das Museum verfügt außerdem über einen Glasbläserarbeitsplatz, an dem die Technik des Glasblasens vor der „Lampe“ auf besondere Anfrage (Gruppenführungen/ Schulklassen) oder im Rahmen von Sonderveranstaltungen vorgeführt werden kann.

Heimat- und Glasmuseum

Außerdem findet sich im Ortsteil Stützerbach das Heimat- und Glasmuseum. Die Herstellung und Verarbeitung des Glases hat den Ort wesentlich geprägt. In seinen Anfängen nahm der damals junge Industriezweig in Stützerbach eine bemerkenswerte Entwicklung. Zahlreiche Erfindungen nahmen von hier aus ihren Weg in die Welt. Die erste Röntgenröhre wurde hier entwickelt und erstmals erprobt, ebenso die erste Glühlampe, das erste Thermometer sowie die erste Thermosflasche. „Wie haben die das gemacht, wie haben die damals gelebt?“ Fragen, auf die das kleine Museum Antworten geben kann.

Stützerbach ist heute noch mit zwei Kirchen ausgestattet. Erst im Jahr 1990 vereinten sich die Kirchgemeinden offiziell und gehören seither zur Kirchenprovinz Sachsen. Dies sind auf der ehemals weimarischen Seite des Ortes die Dreieinigkeitskirche und auf der ehemals preußischen Seite die Christuskirche als Hauptkirche.

Dreieinigkeitskirche (Kirchweg)

Die Dreieinigkeitskirche wurde am 16. Februar 1716 geweiht. Zur damaligen Zeit erinnerte die Kirche eher an einen Stall als an ein Gotteshaus. Jedoch änderte sich dies schnell. 1894 wurde eine Kühn-Orgel auf die Empore gebaut. Diese verfügt über 12 klingende Register, verteilt auf 2 Manuale und Pedal. Ihr Aufbau gilt als einzigartig, so dass sie häufig nur wegen der Technik besichtigt wird.

Christuskirche (Schleusinger Straße)

Die Christuskirche wurde 1767 im preußischen Ortsteil gebaut.
Anfang des 20. Jahrhunderts musste die baufällig gewordene Kirche abgebrochen und an dem jetzigen Standort neu aufbaut werden. Eingeweiht wurde sie am 18. August 1901. Das ist auch der Tag der Kirmes, diese wird jedes Jahr drei Tage um das Datum gefeiert. Die in der Kirche befindliche Orgel ist sehenswert. Sie stammt aus dem Jahr 1901 und arbeitet rein pneumatisch. Sie hat 1000 klingende Pfeifen und wird regelmäßig gespielt. Mehrmals im Jahr kann man zur Orgelwanderung beide Orgeln und ihren Aufbau besichtigen.

Fahrten mit der Dampfbahn

Die rennsteigstarke Reise- und Erlebnisidee beginnt auf den Höhen des Thüringer Waldes bei uns in Stützerbach - mit der RennsteigBahn. Diese bringt Sie mit historischen Dampfbahnen und Dieselloks direkt auf den Rennsteig. Zwischen Stützerbach und dem Bahnhof Rennsteig wird auf einer Länge von 4,4 km ein Höhenunterschied von 157 m überwunden. Der Bahnhof Rennsteig, an der Spitzkehre am alten Kamm gelegen, ist mit 747 m Höhe über NN der höchstgelegene Bahnhof der Strecke. Die stark gewundene Linienführung gewährt reizvolle Einblicke auf den voraus liegenden Streckenabschnitt, aber auch ein Blick zurück hinterlässt einen nachhaltigen Einblick der schönen Gebirgslandschaft.

Naturbad Stützerbach

1934 – Das Geburtsjahr des Stützerbacher Naturbades als sogenannte Badeanstalt. Seither sind 86 Jahre vergangen und es hat sich viel verändert.
Heute gibt es auf dem Gelände eine Minigolfanlage für Groß und Klein, einen Beachvolleyballplatz, eine Großfeldschachanlage, eine große Liegewiese, einen Spielplatz und verschiedene Wasserspielgeräte, auch das Bistro hat mit vielfältigem Angebot in der Badesaison geöffnet. Eines jedoch ist über all die Jahre hinweg unverändert geblieben: Mitten im Wald die Natur pur genießen, Erholen und Entspannen im und um das größte Naturbad Thüringens. Alle Einheimischen, Urlauber und Kneippgäste baden hier ausschließlich in reinstem Quellwasser aus der Taubach ohne irgendwelche Zusätze.