Mann/Frau
© Pixabay - lizenzfrei

Hilfe bei häuslicher Gewalt - Opferhilfe

Im Jahr 2012  wurde per Gesetz das bundesweite kostenlose Hilfelefon beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben installiert und ins Leben gerufen.Gewaltbetroffene Frauen, aber auch unterstützende Freundinnen und Freunde sowie Angehörige und Fachkräfte können sich an das Hilfetelefon wenden. Die Beratung erfolgt mehrsprachig und barrierefrei.


365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag, kostenfrei erreichbar

Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen berät betroffene Frauen zu allen Formen von Gewalt: bei häuslicher und sexualisierter Gewalt, Zwangsheirat, Menschenhandel oder Genitalverstümmelung. Die Beratung erfolgt anonym, vertraulich, barrierefrei und mit Hilfe von Dolmetscherinnen in mehreren Sprachen. Die Beraterinnen vermitteln bei Bedarf an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort. Auch unterstützende Bekannte, Angehörige und Fachkräfte können sich an das Hilfetelefon wenden. Alle weiteren Informationen erhalten Sie unter: www.hilfetelefon.de

Gewalt an Frauen und Mädchen ist keine Privatsache

Das Netzwerk ist ein freiwilliger, ohne vertragliche Bindungen gewollter Zusammenschluss von Institutionen und Beratungsstellen mit dem Ziel, durch abgestimmte Zusammenarbeit wirksame Maßnahmen und Aktivitäten gegen Gewalt zu entwickeln. Die konstituierende Sitzung des Netzwerkes gegen Gewalt im Ilm-Kreis fand am 18.09.2003 statt.

In drei Arbeitskreisen beschäftigt sich das Netzwerk gegen Gewalt mit den Themen

  • Strafverfolgung und Gefahrenabwehr
  • Beratung / Betreuung / Begleitung
  • Migration / Integration

Die Verantwortung für das Netzwerk tragen gemeinsam das Landratsamt, vertreten durch die Landrätin, und die Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau, vertreten durch den Leiter.

Für weitere Informationen besuchen Sie die Seite des Landratsamtes zum Netzwerk gegen Gewalt oder downloaden Sie sich den Flyer (PDF, 670 kB) des Projekts.

Interventionsstelle Südwest (Zuständigkeitsbereich PD Gotha und PD Suhl)

(Wirkungskreis: Landkreise Wartburgkreis, Gotha, Schmalkalden-Meiningen, Ilmkreis, Hildburghausen, kreisfreie Städte Eisenach und Suhl)

Zielgruppen der Interventionsstellenarbeit

Direkte Zielgruppe:

  • sind Frauen und Männer, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind und deren Kinder, vorrangig nach polizeilicher Intervention (nach erfolgtem Polizeieinsatz vor Ort, nach Anzeigenerstattung und Strafantragstellung bei Häuslicher Gewalt).
  • von häuslicher Gewalt betroffene Personen, die sich persönlich an die Interventionsstelle wenden.

Indirekte Zielgruppe:

  • sind alle Professionen, die in ihrer Arbeit mit häuslicher Gewalt konfrontiert werden (Vernetzung bis hin zu gemeinsamer Fallarbeit, Kontakt- und Ansprechpartner für alle Professionen).

Interventionsstelle Hanna Träger: Frauen helfen Frauen e.V. Wettiner Str. 2a 98617 Meiningen Tel.: +49 3693 505-211 Fax: +49 3693 505-681 ist-hanna(at)t-online.de www.interventionsstelle-hanna.de

Weisser Ring

Der WEISSE RING kann Opfern vorsätzlicher Straftaten helfen durch:

  • Menschlichen Beistand und persönliche Betreuung nach der Straftat
  • Begleitung zu Terminen bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht
  • Hilfestellung im Umgang mit weiteren Behörden
  • Vermittlung von Hilfen anderer Organisationen
  • Beratung zum EHS-Hilfesystem der Bundesregierung
  • Unterstützung bei materiellen Notlagen im Zusammenhang mit der Straftat u.a. durch:
    • Hilfeschecks für eine frei wählbare anwaltliche bzw. psychotraumatologische Erstberatung
    • Übernahme von Anwaltskosten insbesondere zur Wahrung von Opferschutzrechten und zur Durchsetzung von Ansprüchen nach dem Opferentschädigungsgesetz
    • Erholungsmaßnahmen für Opfer und ihre Angehörige in bestimmten Fällen
    • Finanzielle Unterstützung zur Überbrückung tatbedingter Notlagen

Der Weisse Ring unterhält als erste Anlaufstelle für Opfer eine kostenlose Hotline. Unter der Rufnummer: 116 006 ist sie täglich von 7:00 Uhr bis 22:00 Uhr erreichbar. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Opferhilfe Thüringen.

Männer erleben Gewalt. Erleiden Gewalt. In der Kindheit, auf der Straße, in Institutionen oder auch in der Partnerschaft. Deshalb gibt es  das Hilfetelefon Gewalt an Männern. Wenn Sie also in irgendeiner Form Gewalt erlitten haben, besuchen Sie unsere Seiten von PROJEKT A4 und kontaktieren uns per Mail : https://maennerberatung-thueringen.de/ .Wenn Sie nicht (mehr) zu denen gehören wollen, die alles „mit sich selbst ausmachen“, die es „in sich hineinfressen“ und die so alleine bleiben mit dem, was Ihnen widerfahren ist, dann nehmen Sie den Kontakt auf! Sie können ebenfalls anrufen, wenn Sie sich als Angehörige oder Fachpersonal über Hilfsmöglichkeiten für gewaltbetroffene Männer informieren wollen.

Was auch immer passiert ist: Lassen Sie nichts unversucht, die Gewalt zu beenden!

Internationaler Gedenktag am 25. November 2015 „NEIN zu Gewalt an Frauen und Mädchen - Fahnenaktion

Seit 1981 organisieren Menschenrechtsorganisationen wie z. B. Terre des Femmes jedes Jahr zum 25. November Veranstaltungen, bei denen die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen thematisiert wird. Sie haben die allgemeine Stärkung von Frauenrechten zum Ziel. Dabei sollen vor allem Themen wie Zwangsprostitutionsexueller MissbrauchSextourismusVergewaltigungBeschneidung von Frauenhäusliche GewaltZwangsheirat, vorgeburtliche Geschlechtsselektion, weibliche ArmutFemizid etc. zur Sprache kommen. Außerdem sollen Programme unterstützt werden, die sich ausdrücklich für eine Gleichstellung von Frauen einsetzen; etwa im Bereich ErbrechtBildungPrivateigentum, bei aktivem und passivem WahlrechtKreditwürdigkeitRechtsfähigkeit, Zugang zur Justiz und dem Sichtbarmachen von unbezahlter Arbeitsleistung.

Hintergrund für die Initiierung des Aktionstages war der Fall Mirabal. Die Schwestern Mirabal, Mitglieder der „Movimiento Revolucionario 14 de Junio“, wurden 1960, nach mehreren vorangegangenen Verhaftungen, in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt und schließlich ermordet. 1981 wurde bei einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen der 25. November zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen (Dia Internacional de la No Violencia Contra la Mujer) und 1999 offiziell durch die Vereinten Nationen (Resolution 54/134) aufgegriffen. 

 

Seit 2013 beteiligt sich die Stadtverwaltung Ilmenau an der jährlich weltweit stattfindenden Fahnenaktion und hisst vor dem Amtshaus in Ilmenau die Fahne mit der Aufschrift: „frei leben - ohne Gewalt". Damit setzt die Stadtverwaltung Ilmenau ein sichtbares Zeichen, dass sie sich für ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben aller Frauen und Mädchen weltweit, einsetzt. Gemeinsam mit der Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau, Vertretern der Opfer von Gewalt, Betroffener des "Weissen Ringes" e.V. und anderer Netzwerkpartner des "Netzwerkes gegen Gewalt des Ilm-Kreises" wird auf die Wichtigkeit hingewiesen, dass Gewalttaten schnell und couragiert zur Anzeige zu bringen sind, um eine effektive Strafverfolgung zu ermöglichen.

"NEIN heiß NEIN" Aktionswoche gegen Gewalt vom 19.11.2020 bis zum 27.11.2020

Die  Gleichstellungsbeauftragteen der Stadtverwaltung Ilmenau und der Technischen Universität Ilmenau organisierten in diesem Zeitraum gemeinsam mit dem Frauen-und Familienzentrum Ilmenau sowie dem Weissen Ring e.V. die Aktionswoche gegen sexualisierte Diskriminierung und jegliche Form von Gewalt an Frauen.

Sexualisierte Diskriminierung umfasst verschiedene Formen von anzüglichen Bemerkungen bis hin zum Ausschluss von Frauen aus lukrativen Bereichen. Verschiedene Workshops zu den genannten Themen waren vorgesehen, ebenso  eine Filmvorführung " Nome di Donna"(Italien 2019) sowie eine Lesung mit Simone Schmollack " Und er wird es immer wieder tun". Coronabedingt mussten leider fast alle geplanten Veranstaltungen abgesagt werden.

Lediglich die Fahnenaktionen am 23.11.2020 um 8.00 Uhr vor dem Amtshaus in Ilmenau sowie am gleichen Tag um 11.00 Uhr auf dem Gelände der UNI konnten gemeinschaftlich im kleinen Rahmen durchgeführt werden.  Ebenfalls an der "Alten Försterei" am Wetzlarer Platz in Ilmenau war in dieser Woche die Fahne " frei leben - ohne Gewalt" als sichtbares Zeichen angebracht,um die Gesellschaft und Bevölkerung zu sensibilisieren sowie Betroffenen zu zeigen, dass es verschiedene Hilfsangebote und Ansprechpartner*innen für sie gibt.

Fahne 2020 Amtshaus
Fahne 2020 Amtshaus
Fahne 2020 Uni
Fahne 2020 Uni
Fahne 2020 Uni Gruppe
Fahne 2020 Uni Gruppe
 
Schweigenbrechen

Weiterführende Links zu öffentlichen Institutionen und Ansprechpartnern

Frauen- und Familienzentrum Ilmenau

Mehrgenerationenhaus "Bürgerhaus "Alte Försterei"

Agenda-2030-Büro Ilmenau

Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen - Herausgeber: Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben

Frauenhaus und Interventionsstelle des Ilm-Kreises

Frauenhaus Erfurt

Stiftung Familiensinn

Familienportal - familienpolitische Leistungen unter einem digitalen Dach ab 04.07.2018

Wege zur Pflege - kompakte Informationen zum Pflegezeitgesetz und Familienpflegezeitgesetz ab 01.01.2015

Wegweiser des Ilm-Kreises für Eltern und die, die es werden wollen

Kindergeldantrag - der Bundesagentur für Arbeit