Hennebrunnen mit Osterschmuck
© Wolfgang Kobe

Projekt NaturKunstBlicke im Ilmenauer Ortsteil Frauenwald nimmt weiter Formen an

Zweite Figur des Projekts NaturKunstBlicke im Ilmenauer Ortsteil Frauenwald installiert
Amar Guebailia, Bildhauer Hermann Beneke, Ortsteilbürgermeister Thomas Grökel, Ilmenaus Bürgermeisterin Beate Misch und Amtsleiter Nico Debertshäuser vor der zweiten installierten Figur. (Quelle: Stadtverwaltung Ilmenau / Nico Debertshäuser)

Vom 3. bis 5. Mai 2023 installierte der in Dobis, einem Ortsteil von Wettin in Sachsen-Anhalt, ansässige Bildhauer Hermann Beneke die zweite der insgesamt drei Kunstfiguren am Panoramaring in Frauenwald. Das an einen Imker erinnernde Naturwesen mit dem Titel „Ruhe“ fand seinen Platz auf dem Großen Riesenhaupt und fügt sich sehr harmonisch in die dort verlaufende Baumreihe und Wiesenflächen ein. „Während der entscheidenden Jurysitzung sprach sich unsere Bürgermeisterin Beate Misch sehr deutlich für den Wettbewerbsentwurf von Herrn Beneke aus“, erinnerte sich Nico Debertshäuser, der als zuständiger Amtsleiter das Projekt in Frauenwald begleitet. „Für mich waren die Naturwesen von Herrn Beneke von Anfang an der Siegerentwurf“, bekräftigte Bürgermeisterin Beate Misch und zeigt sich vor Ort begeistert von der Installation.

Am Anreisetag wurde durch Herrn Beneke und seinem Helfer Amar Guebailia, den Beneke „meinen treuen Assistenten“ nennt, zunächst ein Gerüst aufgebaut. Die Beiden kennen sich seit Studientagen, Amar ist ebenfalls freischaffend als Künstler tätig. „Mit zusätzlicher Hilfe eines Flaschenzugs haben wir die drei Teile der Figur – Unterkörper, Oberkörper und Hut – zusammengefügt“, erklärte Hermann Beneke. Drei Monate hat es gedauert, die Figur in der Werkstatt entstehen zu lassen. Der Betonsockel, mit dem die Figur nun verbunden ist, entstand bereits im vergangenen Jahr und sorgt für die Standfestigkeit.

Das in die Figur eingebrachte Eichenholz dient mit seinen unterschiedlichen Löchern den Insekten als „Hotel“. Rund 400 Kilogramm wiegt allein der Rundstahl, der in markanten Netzform der Figur ihre Form gibt. Die Figur misst in ihrer Höhe rund 3,50 Meter. „Ziel des Kunstwettbewerbs war es, große und damit auch von Weitem sichtbare Installationen zu bekommen“, betonte der Ortsteilbürgermeister Thomas Grökel.

Für die vor Ort notwendigen Schweißarbeiten lieh Jens Babiuch von der gleichnamigen Bauschlosserei aus Neustadt den beiden Künstlern das notwendige Aggregat. Babiuch wiederum installierte zeitgleich direkt in der Nähe der Figur die Gestelle der Hängeliegen, die in seiner Werkstatt individuell angefertigt wurden. „Leider ist das Material für die Aufhängung noch nicht eingetroffen, aber in den nächsten Tagen können wir die Liegen auch einhängen.“, versichert Jens Babiuch. 70 und 140 Zentimeter bereit sind die beiden in Lärche gefertigten Liegen, die den Titel der Figur, „Ruhe“, nicht nur aufgreifen, sondern selbst zum Motto erklären.

Entlang der Promenade entstand eine weitere Einzelfertigung aus der Neustädter Bauschlosserei. Eine Himmelsliege mit herrlichem Blick in die Umgebung lädt mit ihrer Breite von 1,60 Meter zu einer gemeinsamen Pause ein. „An dieser Stelle kann man sogar in Richtung der noch ausstehenden Figur ‚Erdung‘ zum Kleinen Riesenhaupt schauen, denn wir befinden uns hier direkt in der Sichtachse“, hob Thomas Grökel hervor.

In den nächsten Wochen komplettiert die noch ausstehende Installation der Figur „Erdung“ die schon vor Ort sichtbaren Figuren „Bewegung“ an der Promenade und „Ruhe“ auf dem Großen Riesenhaupt.

Am 16. Juni 2023 soll im Beisein des Staatssekretärs des Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, Burkhard Vogel, das Projekt „NaturKunstBlicke am Panoramaring Frauenwald“ mit weiteren Gästen offiziell abgeschlossen und die Kunstinstallationen eingeweiht werden.

05.07.2023