Projekt P:Mover
Intelligente Verkehrslösungen

Wie kann der ländliche Raum besser mit der Stadt verknüpft werden? Diese Frage stellt sich in Ilmenau seit der Gebietsreform, bei der die Fläche der Kommune auf das Dreifache wuchs. Hinzu kommen eine anspruchsvolle Topografie und ausgeprägte Jahreszeiten durch die Lage im Thüringer Wald. Als moderne Stadt mit Sitz einer Technischen Universität und "smart city"-Ambitionen wird Ilmenau somit zum idealen Reallabor: Im Projekt P:Mover "Pionierregion: Mobilitätslösungen im suburbanen Raum vernetzen" forschen Unternehmer und Wissenschaftler gemeinsam an intelligenten Verkehrslösungen, die für den Strukturwandel des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) von überregionaler Bedeutung sind.

Automatisierte Fahrzeuge kombiniert mit der neusten Mobilfunkgeneration
Ein hoher Automatisierungsgrad von Fahrzeugen kombiniert mit der neuesten Mobilfunkgeneration bietet Raum für Innovationen. Die leistungsfähige Echtzeit-Datenverbindung des 5G-Netzes ist nicht nur die Grundlage für einen perspektivisch autonomen Personennahverkehr.
Sie eröffnet außerdem neue Möglichkeiten für Fahrgastinformationssysteme und kommunale Aufgaben wie die Straßenzustandsüberwachung.
Im Projekt P:Mover werden die Herausforderungen der Zukunft bearbeitet.
Warum Ilmenau?
Dass Ilmenau für das Forschungsprojekt ausgewählt wurde, ist dem Verbund an unternehmerischer und wissenschaftlicher Kompetenz in den Segmenten Funktechnologie und automatisiertes Fahren zu verdanken.
Als Standort der einzigen Technischen Universität in Thüringen macht sich Ilmenau als "smart city" für seine Bürgerinnen und Bürger auch auf anderen Ebenen bereits auf den Weg zur intelligenten Stadt.
Wer ist dabei?
Gemeinsam forschen das Thüringer Innovationszentrum Mobilität (ThIMo) an der Technischen Universität Ilmenau sowie die Thüringer Unternehmen Lehmann+Partner GmbH aus Erfurt und die Funkwerk Systems GmbH aus Kölleda daran, wie sich das Potenzial automatisierter Fahrzeuge nutzerfreundlich ausschöpfen lässt und welche infrastrukturellen Voraussetzungen dafür nötig sind.
Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr.
Was sind die Ziele?
Neben der Forschung an der nächsten Generation von Fahrgastinformationssystemen ermöglicht der 5G-Funkstandard eine permanente Straßenverkehrs- und -zustandsüberwachung in Echtzeit und somit eine Erleichterung der Verkehrsaufgaben von Städten und Gemeinden. Aus kommunaler Sicht ist das Projekt aber auch deswegen interessant, weil es perspektivisch mittels Digitalisierung und Automatisierung kleingliedrigere Angebote auf dem Gebiet des öffentlichen Personennahverkehrs in Aussicht stellt. Dazu ist die Erprobung des teleoperierten Fahrens von Level-4-Fahrzeugen im Mischverkehr unabdingbar.
Wofür 5G?
Der größte Vorteil der 5G-Technologie gegenüber seinen Vorgängern ist die um ein Vielfaches höhere Geschwindigkeit der Datenübermittlung, die insbesondere im Bereich der Mobilität durch die Übertragung von Informationen in Echtzeit für ganz neue Optionen sorgt. Die Kernkompetenz Funk- und Informationstechnik an der Technischen Universität Ilmenau bewertet im Projekt P:Mover die 5G-Netzabdeckung der Stadt und im Umkreis unter dem Aspekt von Verkehrsanwendungen. Besonderes Augenmerk legen die Wissenschaftler dabei auf die begleitende Forschung zur elektromagnetischen Umweltverträglichkeit von 5G-Funknetzen.





