Skateranlage nach Umzug vom „Hammergrund“ auf den „Sportplatz des Friedens“ in Ilmenau wieder in Betrieb
Am „Sportplatz des Friedens“ in Ilmenau steht den Skaterinnen und Skatern ab sofort wieder eine aufgearbeitete und neu ausgerichtete Anlage zur Verfügung. Die bisher an diesem Standort vorhandenen Elemente waren stark verschlissen und mussten aufgrund erheblicher Schäden vollständig zurückgebaut werden. Statt eine neue Anlage anzuschaffen, wurde zunächst einmal die vorhandene Skateranlage aus dem „Hammergrund“ an den „Sportplatz des Friedens“ umgesetzt und dort aufwendig neu aufgebaut. Perspektivisch ist an dieser Stelle eine Rollsportanlage geplant.
Bereits 2024 waren die drei Skateranlagen in Ilmenau, Langewiesen und im „Hammergrund“ durch einen Sachverständigen überprüft worden. Dabei zeigte sich, dass die Anlage in Langewiesen aufgrund ihres Aufbaus nach aktuellen Kriterien eigentlich nicht gar nicht hätte in Betrieb gehen dürfen. Die Anlage am „Sportplatz des Friedens“ hingegen war im Lauf der Jahre völlig verschlissen. Unter anderem waren teilweise tragende Holzbalken mit einem Querschnitt von 100 Millimetern vollständig morsch.
Für den neuen Standort wurde deshalb die Anlage aus dem „Hammergrund“ umgesetzt. Die Arbeiten waren allerdings mit einigen Herausforderungen verbunden: Der vorhandene Grundasphalt entsprach nicht den Anforderungen der Anlage. Körnung und Oberflächenbearbeitung unterschieden sich, das Gefälle der Fläche musste neu modelliert und die früher beim Überfahren störende Entwässerungsrinne im Boden versenkt werden. Anschließend konnte die Fläche mit dem erforderlichen Rollsportasphalt hergestellt werden. Damit wurden die im Sachverständigengutachten genannten Anforderungen umgesetzt.
Eine besondere Herausforderung war die Demontage und der Transport der Anlage. Insgesamt besteht sie aus 137 Einzelteilen, die zunächst von den Mitarbeitern des Ilmenauer Bauhofs auseinandergenommen und anschließend zum neuen Standort gebracht werden mussten. Unterstützung erhielten sie dabei von Kevin Stößel – einem Forstunternehmer aus Möhrenbach, der unkompliziert einen Hänger und einen Traktor zur Verfügung stellte. Mit dem geliehenen bordwandlosen Anhänger, wie er normalerweise für den Transport von Strohballen eingesetzt wird, konnten schließlich auch die größeren Bauteile bewegt werden, berichtet der Leiter des Ilmenauer Bauhofs, Sebastian Höhn. Zusätzlich kamen bei den Arbeiten Hubarbeitsgeräte zum Einsatz.
Federführend bei der Umsetzung waren Christian Böttner, Marco Koch und Wolfram Sommer vom Bauhof. Unterstützt wurden die Arbeiten durch das Tiefbauunternehmen Schramm. Durch die Demontage, den Transport und die Eigenleistungen konnten nach derzeitiger Einschätzung mindestens 25.000 Euro gegenüber einer entsprechenden Fremdleistung eingespart werden.
Auch die Jugendlichen wurden in die Gestaltung und Ausrichtung der Anlage einbezogen. Gemeinsam mit Ansprechpartner Tim Wahner äußerten sie ihre Hinweise und Wünsche gegenüber den Bauhofmitarbeitern, die schließlich die Ausrichtung der Elemente aufzeichneten und dabei auch die notwendigen Sicherheitsabstände berücksichtigen. So konnten sowohl die prüferischen Vorgaben als auch die Belange der Nutzerinnen und Nutzer berücksichtigt werden. Dass die neue Anlage gut angenommen wird, zeigt sich bereits: Seit vergangener Woche sind die Zäune entfernt, und täglich nutzen etwa 20 bis 30 Kinder und Jugendliche den Platz. Auch der Ilmenauer Radsportclub (ILRC) nutzt die Anlage je nach Wetter für das Training.
Mit der Umsetzung der Anlage wird zugleich der nächste Schritt für den Standort „Hammergrund“ vorbereitet. Dort soll Anfang November ein Pumptrack entstehen. Die Anlage wird mobil ausgeführt und kann bei Bedarf umgesetzt werden, sodass die Fläche auch für Veranstaltungen, als Parkraum oder Trainingsareal genutzt werden kann. Im Zusammenhang mit den Arbeiten wurde auch im Umfeld des „Sportplatzes des Friedens“ schon einiges erledigt, denn hier ist mittelfristig die Erneuerung des Rottenbachs geplant, der unterhalb der Brauerei vorbeiführt. Um die neu entstandene Freizeitfläche nicht so schnell wieder mit schweren Baufahrzeugen befahren zu müssen, wurde bereits alles nicht mehr benötigte Mobiliar wie Scheinwerfer, Geländer, Bänke oder Rasenkanten abtransportiert.

