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Skateranlage aus dem „Hammergrund“ zieht auf den „Sportplatz des Friedens“ in Ilmenau um

Versetzung Skateranlage Hammergrund

In Ilmenau hat das Umsetzen der Skateranlage aus dem „Hammergrund“ auf den „Sportplatz des Friedens“ begonnen. Am Dienstag rückten dafür schwere Baufahrzeuge auf dem Multifunktionsplatz im Hammergrund an. Zunächst wurden die einzelnen Elemente kartiert, bis sie schließlich von den Mitarbeitern des Bauhofs in Einzelteile zerlegt abtransportiert wurden. Die Anlage, die bislang im Hammergrund von Skateboardern, BMX-Fahrern und anderen Rollsportlern genutzt wurde, bekommt damit vorerst einen neuen Standort. Dazu ist eine echte Sisyphusarbeit nötig, erklärte Christian Böttner, Vorarbeiter im Bereich der Abteilung Sportanlagen. Jedes einzelne der weit im dreistelligen Bereich liegenden Bauteile wurde vor dem Abbau durchnummeriert und seine Anordnung fotodokumentiert. Schrauben mussten zum Teil herausgebohrt werden, weil bei der Demontage ihre Köpfe altersbedingt brachen.

Grund für den aufwändigen Umzug ist die stark verschlissene Anlage auf dem „Sportplatz des Friedens“, der bislang zentraler Treffpunkt der Skater aus Ilmenau und dem Umland war. Sie hielten einer Prüfung nach heutigen Sicherheitsmaßstäben nicht mehr stand; bei Teilen der Anlagen war zudem die Holzunterkonstruktion morsch. Die alten Elemente wurden deshalb abgebaut. Anschließend erhielt die Fläche eine neue Asphaltdecke, die deutlich feiner und damit im Fall von Stürzen feiner sein wird als die von Parkplätzen bekannten Oberflächen, erklärte Bauhofleiter Sebastian Höhn. Auch eine für den Freizeitsport störende Entwässerungsrinne aus der Mitte der Fläche wurde an den Rand verlegt.

Die Anlage aus dem Hammergrund soll zunächst übergangsweise auf dem Sportplatz des Friedens aufgebaut werden. Damit will die Stadt sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche ihren Freizeitsport auch während der weiteren Bau- und Planungsphase ausüben können. Denn langfristig soll auf dem Gelände des „Sportplatzes des Friedens“ ein moderner Rollsportpark entstehen. Die Planungen sehen unter anderem einen neuen Skatepark vor. Auch ein Pumptrack beziehungsweise weitere Angebote für unterschiedliche Rollsportarten sind Teil der Überlegungen. Die Neugestaltung ist jedoch an weitere Baumaßnahmen gekoppelt – vor allem die Sanierung des unter dem Gelände verlaufenden Rottenbachs, die Voraussetzung für die weitere Umgestaltung ist und deren Umsetzung noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Nach der Demontage der Anlagen auf dem „Hammergrund“ wird der Multifunktionsplatz zwischen Stadion und Freibad aber nicht ungenutzt für den Freizeitsport bleiben. „Hier wird etwas Neues entstehen“, kündigte Sebastian Höhn an. Vorgesehen ist ein kleiner modularer Pumptrack mit 1,40 Meter Breite, sanften Radien und geringen Absturzhöhen, ohne dass zusätzliche Fallschutzvorrichtungen nötig sind. Die Anlage ist beliebig erweiterbar – ihre Installation wurde mit den anderen Nutzern des Platzes besprochen, um niemandem unnötig Fläche zu nehmen. Unter anderem absolvieren auf dem Platz die Eiskunstläufer ihr Sommertraining. „Das ist eine gute Möglichkeit, für vergleichsweise wenig finanziellen Aufwand Angebote an zwei verschiedenen Stellen der Stadt zu schaffen“, sagte Ilmenaus Oberbürgermeister Daniel Schultheiß. Auch für Geschwisterkinder kann das Angebot eine gute Ergänzung sein: Während die Älteren im Stadion trainieren, können die Jüngeren den neuen Pumptrack im „Hammergrund“ ausprobieren. Der soll sich für Roller, Laufräder und Fahrräder gleichermaßen eignen. Entdeckt wurde diese Variante beim Besuch einer Sportmesse im vergangenen Jahr. Die umgesetzten Skateranlagen sollen voraussichtlich gegen Ende August 2026 auf dem „Sportplatz des Friedens“ wieder genutzt werden können.