Neue Videofolge der gemeinsamen Initiative von Stadt und Technischer Universität „Wir sind Ilmenau" widmet sich der Ilmenauer Glasgeschichte

Die neueste Folge der gemeinsamen Initiative „Wir sind Ilmenau“ der Technischen Universität und der Stadt Ilmenau widmet sich einem großen Erbe: der Glasindustrie. Mit Klaus Jahn und Karl-Heinz Schmidt konnten die Begleiter der Imagekampagne zwei Experten der Ilmenauer Glashistorie gewinnen, die die Zuschauerinnen und Zuschauer des Kurzfilms auf profunde und unterhaltsame Weise mit dem Thema vertraut machen. Das Video ist ein Schnelldurchlauf durch die außergewöhnliche Industriegeschichte der Stadt mit ihren Innovationen – aber auch einschneidenden Veränderungen und einem enormen wirtschaftlichen Wandel Anfang der 90er Jahre, der maßgeblich durch die Technische Universität positiv beeinflusst wurde.
„Das Video ist ein gutes Beispiel dafür, wie eng Stadt und Universität miteinander verzahnt sind – und stets waren. Auch ist der Beitrag ein großartiges Dokument der Ilmenauer Geschichte. Ich bin fasziniert davon, wie Klaus Jahn und Karl-Heinz Schmidt mit ihrem immensen Wissensfundus ein so wichtiges Thema kompakt und kurzweilig präsentieren und kann nur jedem empfehlen, in der Ausstellung zur Ilmenauer Glasindustrie in der Goethepassage dieses bedeutsame Kapitel der Stadt zu vertiefen“, sagte Ilmenaus Oberbürgermeister Daniel Schultheiß.
Für die Umsetzung des neuen „Wir sind Ilmenau“-Videos sorgte das Filmteam Markus Hoffmann und Michael Reichel (ari). Beide haben bereits die ersten fünf Filme der Kampagne in Szene gesetzt, deren Beiträge über 100.000 Zugriffe verzeichneten. Zu Markus Hoffmanns jüngsten Produktionen zählt ein viel beachteter Imagefilm über seine Heimatstadt Großbreitenbach, während Michael Reichel thüringenweit Menschen, Ereignisse und Unternehmen fotografisch begleitet.
Die beiden erfahrenen Film- und Fotospezialisten wurden bei der Umsetzung des Videos finanziell von der Stadtwerke Ilmenau GmbH unterstützt, die sich bereit erklärt haben, die Kosten für eine ganze Reihe von fünf "Wir sind Ilmenau"-Produktionen zu übernehmen. Durch das Engagement des Energieversorgers konnte das Thema Glasindustrie professionell in Szene gesetzt werden, das untrennbar mit Ilmenau verbunden ist.
Ansonsten lebt „Wir sind Ilmenau“ vom Mitmachen. Die Kampagne zeichnet sich gerade durch die völlig verschiedenen Handschriften der einzelnen Videos aus. So gingen inzwischen einige von Vereinen und Unternehmen selbst gedrehte Filme ein, die auf der Plattform unter #wirsindilmenau und den sozialen Medien der Stadt und der Technischen Universität präsentiert werden. Seine von Oberbürgermeister Daniel Schultheiß übertragene Aufgabe hat auch der Ilmenauer Karnevalklub (IKK) im Rahmen der Imagekampagne erfüllt und ein eigenes Video angefertigt. Studierende des Studiengangs Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau begleiteten die Videoserie, indem sie im Rahmen eines studentischen Projekts drei Beiträge beisteuerten, die sich Olympia-Sportlerin Dajana Eitberger, den Ingenieuren ohne Grenzen und Kunsthandwerkerin Doreen Duelli widmeten.
Ausgezeichnet wurde die Initiative „Wir sind Ilmenau“ im Jahr 2024 mit dem zweiten Platz des Thüringer Landespräventionspreises. „Wir sind Ilmenau“ wendet sich an alle Menschen in der Region, die sich mit ihrer – neuen oder alten – Heimat verbunden fühlen. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Gefühls eines fehlenden Zusammenhalts in der Gesellschaft soll die Gemeinschaft wieder in den Mittelpunkt gerückt und hervorhoben werden, was Ilmenau und seine Ortsteile für alle Bewohnerinnen und Bewohner zu einer lebenswerten Region macht.
Dass Ilmenau im 19. Jahrhundert und bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts als ein Zentrum der Glasinstrumente- und Laborgeräteherstellung galt, erfahren Besucherinnen und Besucher nicht nur im aktuellen „Wir sind Ilmenau“-Video, sondern vor allem in der Ausstellung in der Goethepassage, eingerichtet vom ehemaligen Verein „Ilmenauer Glastradition“. Zahlreiche Schautafeln informieren über die Glashütten aus dem 17. bis zum 20. Jahrhundert, die Geschichte der Lampenglasbläserei, die Bedeutung von Glasinstrumenten und Laborglas für Wissenschaft und Technik und vieles mehr. Außerdem beherbergt die Ausstellung etliche Exponate, Modelle und Vorrichtungen, die die Bedeutung und Vielfalt der Glasherstellung und -verarbeitung im damaligen Ilmenau eindrucksvoll veranschaulichen.
