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Stadt Ilmenau schneidet beim Gemeindecheck des Instituts für Wirtschaft Köln vor allem in puncto Freizeit sehr gut ab

Freibad im Hammergrund

Die Stadt Ilmenau wurde beim aktuellen Gemeindecheck des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln mit sehr gut bewertet. Vor allem in Sachen Freizeit liegt die Goethe- und Universitätsstadt weit vorn: Ilmenau belegt von 10.817 untersuchten Gemeinden in dieser Kategorie Rang 267 (beste 2,5% aller Kommunen deutschlandweit). Insgesamt landet die Kommune auf Platz 527 (beste 5%) und damit an der Spitze des Teilnehmerfelds. Untersucht wurden Aspekte wie Ärzte und Schulen, schnelles Internet, gute Verkehrsanbindung und Freizeitangebote.

„Dieses Ergebnis ist eine schöne Bestätigung für den Weg, den Ilmenau im Wettbewerb mit anderen mittelgroßen Städten konsequent seit Jahren beschreitet: Wir wollen für unsere Bürgerinnen und Bürger, für unsere Studierenden und touristischen Gäste attraktiv sein. Alle Generationen von Kindern, über deren Eltern bis zu den Großeltern sollen sich hier wohl fühlen. Aus diesem Grund wurden in den vergangenen Jahren die Investitionen in unsere Freizeitinfrastruktur verstärkt. Deswegen freue mich sehr über den erzielten Platz, der eine klare Anerkennung für diese Bemühungen ist“, sagte Ilmenaus Oberbürgermeister Daniel Schultheiß.

Vor allem die Mischung aus kommunalem und privatem Engagement zeichne Ilmenau aus, so der Stadtchef. Während die Kommune mit Eishalle, beheiztem Freibad, Schwimmhalle, verschiedensten Sportstätten und dem Kultur- und Kongresszentrum Festhalle für eine 40.000- Einwohner-Stadt ein überdurchschnittliches Portfolio anbietet, erweitern Unternehmer die Bandbreite der Freizeitangebote. Jüngstes Beispiel: Der Bau einer Tennis- und Padelhalle auf dem Gelände des ehemaligen Porzellanwerks, dem heutigen Ilmwerk. Dem Erfolg von Sportlern, die Ilmenau den Titel als erfolgreichste Rodelstadt der Welt einbrachte, wird dadurch Rechnung getragen, dass demnächst eine millionenschwere Investition in die Sommerrodelbahn ansteht. Hinzu kommt der geplante Umbau eines ehemaligen Sportplatzes zu einer Rollsportanlage.

Bereits abgeschlossen ist der Ausbau des Trailparks am Lindenberg, der mit vier Mountainbikestrecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen aufwartet. Hinzu kommen in Ilmenau und seinen Ortsteilen 21 Sportanlagen mit einer Fläche von insgesamt 105.000 Quadratmetern. Sieben Turnhallen, acht Kleinsportanlagen und drei Skateranlagen werden bewirtschaftet. Zum Teil verpachtet und von Vereinen gewartet und gepflegt werden vier Kegelbahnen, zwei Pumptracks, drei Tennisplätze und zwei Schießsportanlagen.

Die Stadt Ilmenau verfügt außerdem über 53 öffentliche Spielplätze in der Kernstadt und in den Ortsteilen mit über 300 Spielgeräten, die von acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein- bis zweimal in der Woche inspiziert werden.

Für ihre Freizeitqualität sorgen die Ilmenauerinnen und Ilmenauer aber auch selbst. Viele von ihnen sind engagiert in über 40 Kulturvereinen. Hinzu kommen rund 65 Sportvereine. Um das Vereinsleben zu fördern, vergibt der Stadtrat jährlich auf Antrag Mittel für die Unterstützung von Projekten oder Veranstaltungen. So stehen an freiwilligen Leistungen der Stadt allein kulturellen Vereine in diesem Jahr 19.000 Euro zur Verfügung - weitere 40.000 Euro sind es für Sportvereine. Verbände der freien Wohlfahrtspflege erhalten in Summe 46.800 Euro in diesem Jahr.

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ist ein privates Wirtschaftsforschungsinstitut, das sich eigenen Angaben zufolge für eine freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung einsetzt und das Verständnis für wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge fördern will.