Ziegenbrunnen Kopfbild
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Führungen durch die unterirdischen Felsenkellergänge als einer der Höhepunkte der Goethefestwoche in Ilmenau vom 28. August bis 6. September 2026

Der „Felsenkeller“ war d a s Logierhaus seiner Zeit. 1811 errichtet, war Goethe bei seinen Besuchen in Ilmenau dort selbst zu Gast. Vom prächtigen Gebäude mit Tanzsaal und Bühne sind nur die Bergstollen geblieben, die als Lager für das frisch gebraute Ilmenauer Bier dienten.

Anlässlich der Goethefestwoche werden täglich um 17 Uhr für bis zu 15 Personen Führungen in die beiden noch erhaltenen Stollen angeboten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erkunden, ausgestattet mit Helm und Taschenlampe, die geheimnisvollen Gänge unterhalb der Stadt. Die Führung wird die Geschichte des Felsenkellers ans Licht holen und die Gäste erfahren darüber hinaus Wissenswertes und Spannendes zu bergbaulichen Aspekten sowie zur Bedeutung der Stollen als wichtiges Überwinterungsquartier für heimische Fledermäuse. Die Stadt lädt im Rahmen der Goethefestwoche ein zu einem bislang weitgehend unbekannten Abenteuer vor der Haustür.

Tickets und Voranmeldung in der Tourist-Info oder online: https://www.ticketshopthueringen.de/events/Goethe-Festwoche. Treffpunkt ist das Hotel Tanne. Um festes Schuhwerk wird gebeten. Taschenlampen und Helme stellt die Stadt zur Verfügung.

Goethes Ankunft in Ilmenau vor 250 Jahren: Festwoche und Sonderausstellung

Goethe schwärmte einst von Ilmenau: „Ich war immer gerne hier und bin es noch …“ Am 3. Mai 2026 jährte sich sein erster Besuch in der Stadt zum 250. Mal. Aus diesem besonderen Anlass wird Ilmenau ganz im Zeichen Johann Wolfgang von Goethes stehen. Zahlreiche Veranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen und Führungen laden Einheimische und Gäste dazu ein, Goethes Spuren zu erkunden und sein Werk auf vielfältige Weise zu erleben. Am 28. August, zu Goethes 277. Geburtstag, erhalten die Besucher der Goethemuseen (GoetheStadtMuseum Ilmenau, Museum Jagdhaus Gabelbach, Museum Goethehaus Stützerbach) freien Eintritt. Außerdem haben alle drei Museen während der Goethe-Festwoche auch montags für Sie geöffnet.

In diesem Jahr ist die Alte Försterei, die Goethe selbst u.a. während seines Aufenthaltes um seinen letzten Geburtstag herum in Ilmenau besuchte, ein weiterer räumlicher Mittelpunkt in diesem besonderen Goethe-Jubiläumsjahr sein. Dort finden Mitmachangebote für Kinder, eine Präsentation des Vereins Europäische Goethe-Wege, Kulturgespräche, ein Poetry Slam am Jahrestag des Goethe-Gedichtes „Ilmenau“, der „Kaffeeklatsch mit Goethe“, ein internationaler Nachmittag zum Jahrestag des Goethe-Gedichtes „Wandrers Nachtlied“ und auch eine Ausstellung „Goethes Treiben“ statt. Die Goethefestwoche hält über 50 Programmunkte bereit, die unter ilmenau.de/goethefestwoche einsehbar sind. Sonderausstellung

„…Und traf endlich glücklich betreckt ein…“ Goethes Ankunft in Ilmenau 1776 – Abenteuer Reisen vor 250 Jahren

Wenn man vor 250 Jahren eine Reise unternahm, wusste man nicht, ob man jemals sein Ziel erreichte oder gesund nach Hause zurückkehrte. Johann Wolfgang v. Goethe reiste zu Fuß, zu Pferde, mit der Kutsche und selten mit dem Schiff. Im Lauf seines Lebens legte er ca. 40.000 km zurück. Dies geschah aus nicht immer freiwilligen Gründen wie dem Studium in Leipzig oder dem Praktikum in Wetzlar. Viele Reisen standen im Zusammenhang mit seinen Amtstätigkeiten für den Weimarer Hof. Am 19.Januar 1779 wurde Goethe beispielsweise zum Direktor des „hiesigen Landstraßenbaues“ ernannt. Nicht nur Straßenbau, sondern auch Geleits- und Zollabgaben fielen in seinen Aufgabenbereich. Am 3. Mai 1776 kam er erstmals nach Ilmenau wegen eines Brandes. Einen Tag später schrieb er an den Herzog, wie er in ein „spizzigs Nachtrieseln“ kam. Der Brand war gelöscht. Der Anblick der alten Bergbauanlagen war „traurig“, aber die Gegend „herrlich, herrlich“.

Die Ausstellung des GoetheStadtMuseums Ilmenau gibt noch bis zum 13. September 2026 anhand zahlreicher, historischer Objekte Einblick in Goethes Reisen und seine Aufenthalte in Ilmenau, eingebettet in Themen wie Ausbildungs-, Forschungs-, Bildungs-, Kur- und Badereisen. Zur Finissage gibt der Vortrag von Dr. Margrit Wyder mit dem Titel „Gejauchzt bis zwölf“ einen Einblick in Goethes Reisen durch die Schweiz.

Ilmenauer Felsenkeller