Ziegenbrunnen Kopfbild
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Neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Ilmenauer Rathauses

Photovoltaikanlage Rathaus

Die Anfang des Jahres auf dem Dach des Ilmenauer Rathauses montierte Photovoltaikanlage liefert nach einem ersten Testbetrieb inzwischen die ersten belastbaren Ergebnisse: Demnach wird zu den Sprechzeiten der Verwaltung ein Eigenverbrauch zwischen 85 und 100 Prozent erreicht. Im Vergleich der Jahre 2025 und 2026 wurde dadurch in den Monaten Februar und März eine Stromersparnis von rund 1800 Euro erzielt.

Die Photovoltaikanlage wurde im dritten und vierten Quartal des vergangenen Jahres errichtet und schließlich im Januar in Betrieb genommen. Das aus 43 Modulen bestehende System liefert unter Optimalbedingungen eine Spitzenleistung von 16,1 Kilowattstunden.

Bei den Sonnenstromerzeugern wurde eine sogenannte Indach-Anlage gewählt. Sie unterscheidet sich im Aufbau dadurch, dass die Module nicht aufgeständert auf dem Dach montiert, sondern in die Dachhaut integriert werden. Dazu wurde ein Teil der Dachziegel entnommen. Weil das Ilmenauer Rathaus unter Denkmalschutz steht, war diese Variante nach Absprache mit der Denkmalschutzbehörde ein guter Kompromiss zwischen dem optischen Erhalt der historischen Bausubstanz und einer nachhaltigen Energieversorgung. Große Beachtung fand bei der Vorplanung auch das Thema Brandschutz, wozu ein Ingenieurbüro konsultiert wurde.

26 Module sind auf der Westseite und 17 Module auf der Südseite des Rathauses installiert. Sie sind ausgerichtet zum Innenhof, damit sie von Außen aus Gründen der Ästhetik nicht sichtbar sind. Geplant ist im kommenden Jahr noch ein Speicher zum Ausgleich von Spannungsspitzen, um somit die Stromkosten weiter zu senken.

Photovoltaikanlagen werden im Zusammenhang mit städtischen Gebäuden weiterhin ein Thema sein. Werden Dächer von Feuerwehren oder Kindergärten erneuert, wird gleichzeitig auch geprüft, inwieweit sich die Konstruktionen für die Installation von Solarstromanlagen eignen. Zugute kommt der Stadt Ilmenau für solche und ähnliche Vorhaben dabei der sogenannte Klimapakt, bei dem vom Land Fördergelder für entsprechende Maßnahmen ausgereicht werden.