Ziegenbrunnen Kopfbild
© AnLi

Müllsammelaktion für ein sauberes Ilmenau

Müllsammelaktion

Am 21. März ist es wieder so weit. Alle Ilmenauer sind aufgerufen, beim Frühjahrsputz mitzumachen. Bereits seit sechs Jahren findet in Ilmenau und Umgebung zweimal im Jahr eine Müllsammelaktion statt. Ilmenau ist damit Vorreiter, nicht nur in Thüringen. „In den letzten Jahren ist es gelungen viele Altlasten wegzuräumen, aber leider kommt auch immer wieder neuer Müll hinzu“ erklären die Organisatoren von NENA, dem Netzwerk Nachhaltiges Ilmenau, die die Sammelaktion auch diesmal wieder organisieren: „Wir wissen nicht genau, wie viele Menschen bei den Sammelaktionen mitmachen, aber von den Rückmeldungen der Mitwirkenden schätzen wir, dass ungefähr 100 Freiwillige sich regelmäßig beteiligen.“ „Das ist ein schöner Erfolg“ bestätigt Jens Wolling, der die Sammelaktion von Anfang an mitorganisiert hat: „Wir möchten aber, dass die Beteiligung größer wird. Uns geht es dabei nicht nur darum, dass der Müll aus der Landschaft kommt, sondern wir wollen vor allem auch Bewusstsein für das Problem schaffen.“ Das ist wichtig, denn Müll auf Straßen, Wiesen und vor allem auch in den Gewässern ist viel mehr als nur ein ästhetisches Ärgernis. „Gerade der Plastikmüll ist ein großes Problem“ sagt Jens Wolling „denn aus den Plastikbeuteln, Tuben und Kunststoffflaschen, die in der Natur liegen bleiben, wird nach und nach das sogenannte Mikroplastik, dass sich dann vor allem über das Wasser verbreitet und mittlerweile sogar in unserer Nahrung zu finden ist.“ Ziel der Ilmenauer Sammelaktion ist es, diese Kunststoffe einzusammeln, bevor sie sich in der Natur unkontrolliert in kleine Bestandteile zersetzen und so die Umwelt und unsere Gesundheit belasten.

„Wir möchten vor allem auch junge Menschen erreichen und motivieren mitzumachen. Deswegen haben wir diesmal auch die Schulen direkt angeschrieben und zum Mitmachen aufgerufen.“ erläutert Jens Wolling: „Wir hoffen, dass unsere Initiative dort aufgegriffen wird, und sind auch gerne bereit in die Schulen zu kommen, um über die Problematik zu informieren. Dabei geht es nicht nur um die Vermüllung der Landschaft“ sondern auch generell um die Fragen Recycling und Kreislaufwirtschaft.“

Bei der Sammelaktion mitzumachen, ist ganz einfach. Wie bei den zurückliegenden Aktionen soll der eingesammelte Müll und Abfall an festgelegten Stationen abgegeben werden. Informationen zu den Sammelstellen und zu deren Markierung findet man auf der Internetseite von NENA.

Wer nicht gerne alleine sammeln möchte, der kann am Samstag um 10 Uhr zum Parkplatz hinter der Schwimmhalle kommen. Dort trifft man Gleichgesinnte, mit denen man zusammen in der Stadt und der Umgebung aufräumen kann. Dort werden auch bei Bedarf Plastikbeutel und Handschuhe ausgegeben.

Die Sammelaktion wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt aktiv unterstützt. An über 20 Standorten im gesamten Stadtgebiet und in fast allen Ilmenauer Ortsteilen werden Sammelpunkte für den Müll eingerichtet und nach Abschluss der Aktion kommen die Mitarbeiter der Stadt und holen den gesammelten Müll ab. „Die Unterstützung durch die Stadt funktioniert sehr gut“ erklärt Jens Wolling „aber der Erfolg der Aktion hängt vom Engagement der Bürger ab. Wenn nicht viele freiwillige Helfer mitsammeln, hat die Stadt auch nichts abzufahren.“