Ziegenbrunnen Kopfbild
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Karnevals-Hochburg Ilmenau: Ein fulminantes Fazit zur Faschingssaison unter dem Motto „Südamerika“

Während am heutigen Faschingsdienstag die letzten Kostüme verstaut werden, blickt Ilmenau auf eine Session zurück, die alle Erwartungen übertroffen hat. Unter dem leidenschaftlichen Motto „Südamerika Fasching“ verwandelte sich die Stadt in den vergangenen Wochen in ein Zentrum thüringischer Lebensfreude. Mit einer Bilanz von insgesamt über 6.000 Gästen bei acht Veranstaltungen in der Ilmenauer Festhalle und mehreren Tausend Besuchern beim großen Faschingsumzug, festigt Ilmenau seinen Ruf als eine der bedeutendsten Karnevals-Metropolen des Freistaats.

Ilmenauer Fasching mit überregionaler Strahlkraft

Der Erfolg dieser Saison basiert auf einem generationsübergreifenden Konzept. Vom legendären Weiberfasching, der Ticketanfragen aus ganz Thüringen anzog, bis hin zur preisgekrönten U18-Faschingsparty wurde deutlich: Das Brauchtum in Ilmenau lebt und wächst. Ein besonderes Highlight markierte der Faschingssamstag, an dem die Stimmung ihren Siedepunkt erreichte. Neben einem tollen Bühnenprogramm des IKK konnten die rund 1.500 Gäste in der Festhalle auf drei verschiedenen Floors zu unterschiedlichen Musikrichtungen feiern und darüber hinaus gab es einen kurzen Liveauftritt von Samu, der aus dem „Megapark“ auf Mallorca bekannt ist.

„Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers“, resümiert Patrick Schneider, Leiter der Festhalle Ilmenau. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie tief der Fasching in der DNA unserer Region verwurzelt ist. Wenn wir auf die nackten Zahlen blicken –über 6.000 Gäste allein in dieser Saison – dann ist das ein Verdienst der gesamten Gemeinschaft. Dass wir heute Gastgeber für Formate wie den Narrenkongress oder die Thüringer Landesmeisterschaft im karnevalistischen Tanzsport sein dürfen, unterstreicht die überregionale Bedeutung, die wir uns gemeinsam erarbeitet haben.“

Ein Fest für alle Generationen – sicher durch den IKK-Shuttle

Dass der Fasching in Ilmenau alle Altersgruppen verbindet, zeigte sich besonders am vergangenen Wochenende. Um sowohl den älteren Gästen einen komfortablen Weg zum traditionellen Faschingsfrühschoppen als auch den jungen Narren eine sichere Anreise zur U18-Party zu ermöglichen, finanzierte der Ilmenauer Karnevalklub in Zusammenarbeit mit dem Ilm-Kreis und dem AGATHE Programm einen umfassenden kostenlosen Shuttle-Service. Mit insgesamt fünf Buslinien wurde sichergestellt, dass das Feiern über alle Generationen hinweg unbeschwert und sicher blieb.

„Der Fasching ist das pulsierende Herz unserer Stadtgesellschaft“, sagte Bürgermeisterin Beate Misch. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie hier Alt und Jung zusammenkommen. Das Engagement des Vereins, insbesondere mit Blick auf die Logistik und die Sicherheit der Gäste und Bürger, zeigt, wie tief die Verantwortung für das Brauchtum hier verwurzelt ist. Ilmenau hat sich in diesen Tagen als moderne, lebensfrohe Stadt präsentiert.“

Starke Partnerschaften als Erfolgsgarant

Hinter den Kulissen arbeiteten die Stadtverwaltung, das Team der Festhalle und der IKK Fasching Hand in Hand, um den Fasching mit dem Motto „Südamerika“ zum Erfolg zu führen.„Die Entwicklung unseres Vereins in den letzten drei Jahren ist einfach phänomenal! Gemeinsam haben wir eine unglaublich positive Entwicklung erlebt – ein Erfolg, der vor allem der Veränderungs- und Einsatzbereitschaft all unserer Mitglieder zu verdanken ist. Der ehrenamtliche Einsatz jedes Einzelnen kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. Dieses Engagement erfüllt mich mit großem Stolz und tiefer Dankbarkeit. Darüber hinaus profitieren wir von unserem tollen Publikum, einem professionellen Umfeld dank der Ilmenauer Festhalle, ihrem großartigen Team und natürlich unserer herausragenden Technik. All diese Faktoren tragen entscheidend dazu bei, dass unser Verein so stark und lebendig ist, wie er heute dasteht“, erklärte Michael Gohritz, Präsident des Ilmenauer Karnevalklubs.

Mit dem Kehraus zum Aschermittwoch endet eine Saison, die gezeigt hat, dass Brauchtum in Ilmenau kein Relikt der Vergangenheit ist, sondern eine lebendige Brücke in die Zukunftschlägt.