Goethesalon im GoetheStadtMuseum
© Thomas Wolf, Gotha

Sonderausstellungen im GoetheStadtMuseum

Das GoetheStadtMuseum Ilmenau bietet seinen Gästen regelmäßig Sonderausstellungen zu stadtgeschichtlichen und überregionalen Schwerpunkten an. Im Mittelpunkt stehen dabei zum einen verschiedene Aspekte der Geschichte Ilmenaus, von der Entwicklung bestimmter Industriezweige bis hin zu wichtigen Persönlichkeiten, die in Ilmenau wirkten. Aber auch der Bezug zu Themenjahren ist gegeben, wie im Jahr 2020 zum "Musikland Thüringen".


AKTUELL

Ruth Peter - Textilkunst & Peter Smalun - Industrieformgestaltung
24. September 2022 bis 26. Februar 2023

Die aktuelle Sonderausstellung des GoetheStadtMuseums ist zwei ortsansässigen Kunstschaffenden gewidmet: der Textilgestalterin Ruth Peter aus Ilmenau und dem Form- und Dekorgestalter Peter Smalun aus Gehren.

Ruth Peter lernte schon im Kindesalter den Umgang mit Nadel und Faden. Ihre Mutter, eine Schneiderin, brachte ihr nicht nur das Nähen, sondern auch Stricken und Häkeln bei. Zur Weberei kam Ruth Peter 1965 durch einen Freizeitkurs in der Ilmenauer Festhalle. Nach einem Fernstudium an der Spezialschule für künstlerisches Gestalten des Bezirkskabinetts für Kulturarbeit Suhl von 1965 bis 1970 leitete sie dann einen Webzirkel für Kinder sowie mehrere Kurse für künstlerisches Gestalten in Ilmenau und Umgebung. Anfang der 1980er Jahre gründete sie mit acht weiteren Textilgestalterinnen einen privaten Textilzirkel. Seit 2000 widmete sich Ruth Peter verstärkt ihrem eigenen Schaffen. Ein Großteil ihrer Arbeiten entstand daher in den vergangenen 20 Jahren. Mit Erfahrung, Fleiß und Können verwebt sie Eindrücke und eigenes Erleben in ihren textilkünstlerischen Arbeiten. Die Vielfältigkeit ihrer Werke spiegelt sich in verschiedenen Motiven und unterschiedlichsten Techniken wider.

Peter Smalun erlernte im VEB Weimar-Porzellan in Blankenhain von 1953 bis 1956 den Beruf des Modelleurs. Nach einem Studium an der Fachschule für angewandte Kunst in Sonneberg und an der Ingenieurschule für Keramik Hermsdorf erwarb er 1962 den Abschluss als Form- und Dekorgestalter. Danach wirkte er mit seinen Ideen und Innovationen erfolgreich in verschiedenen Betrieben der DDR: 1964 bis 1971 im VEB Weimar-Porzellan Blankenhain, 1971 bis 1977 im VEB Porzellanwerk „Graf von Henneberg“ in Ilmenau und 1977 bis 1986 im VEB Eisenhüttenwerk Thale. Zwischenzeitlich half er in den Jahren 1969 und 1970 im Auftrag der DDR beim Aufbau eines Porzellanwerkes in Damaskus. Außerdem absolvierte er von 1974 bis 1979 ein Fernstudium zum Diplom-Formgestalter an der Hochschule für Gestaltung Burg Giebichenstein in Halle/Salle. Ab 1986 arbeitete er als freischaffender Künstler in seinem Keramikatelier in Gehren. Zuletzt erstellte er für die Porzellanfabrik Zarin Iran Porcelain Isfahan im Iran mehrere Service-Entwürfe.

Plakat
© Stadtverwaltung Ilmenau

Noch mehr Informationen und Fotos zur Ausstellung finden Sie hier.


Rückblick

Glanzstücke der Ilmenauer Porzellanfrabik von 1871 bis 1971
02.10.2021 - 04.09.2022

Poesie am Kickelhahn. Von Wandrers Nachtlied zum Gabelbachlied
29.05.2020 - 12.09.2021

Diethard Peterson. Zeitgenössische Malerei
10.11.2019 - 16.02.2020

Der vergessene Bauhausschüler und Rügenkeramiker Wilhelm Löber
07.04.2019 - 18.08.2019

Die Dunkle Pracht - Kunstglas der 1950er Jahre aus dem Thüringer Wald
04.11.2018 - 03.03.2019

Vom Auerhahn zur Schwanendose - Kuriositäten der Tischkultur
29.04.2018 - 14.10.2018

Leise Lautstärken - Zeichnungen und Druckgrafik von Horst Sakulowski
11.03.2018 - 08.04.2018

Wilfri(e)d Spinner - Schweizer Theologe in Japan und Thüringen
29.10.2017 - 25.02.2018

Menschenbilder - Impressionen des Ilmenauer Malers und Grafikers Paul Walter Heider (21.05.2017 - 03.10.2017)

Von Max Ackermann bis zur Prunkvase - Ankäufe des GoetheStadtMuseum seit 2010 (11.04.2017 - 07.05.2017)