Kickelhahnturm im Winter
© Wolfgang Kobe

Sanierung der Festhalle Ilmenau geht ihrem Ende entgegen

Festhalle Ilmenau während der Sanierung
© Stadtverwaltung Ilmenau

Ilmenaus größte kommunale Baustelle biegt in die Zielgerade ein: Spätestens im nächsten Jahr soll das Kultur- und Kongresszentrum Festhalle nach einer millionenschweren Sanierung neu eröffnet werden, die ersten Veranstaltungsanfragen liegen für das Frühjahr vor. Sind die eigentlichen Bauarbeiten zum Ende dieses Jahres abgeschlossen, folgt vor der offiziellen Inbetriebnahme ein ausführlicher Probelauf, bei dem sämtliche Anlagen des Gebäudes noch einmal auf Herz und Nieren getestet werden, erklärt Patrick Schneider, der Leiter des Kultur- und Kongresszentrums.

Moderne Technik, ein zeitgemäßes Ambiente bei gleichzeitiger Beachtung des Denkmalschutzes und eine wunderschöne klassische Parkanlage samt Terrasse - das sind die Markenzeichen der Festhalle im neuen Gewand. Für Veranstaltungsmanagerin Kirstin Elsner ist das multifunktionale Haus eines, das seinesgleichen sucht. Bis zu 2400 Gäste kann das Kultur- und Kongresszentrum empfangen, das überdies in drei einzelne Module unterteilbar ist. Ob Vereinsaktivitäten, Messen, Seminare, Empfänge, Jugendweihen, Musikveranstaltungen, Konzerte oder Fernsehaufzeichnungen: Den Möglichkeiten sind allenfalls Kapazitätsgrenzen bei den Besucherzahlen gesetzt. „Mit dem Ausbau zum Kultur- und Kongresszentrum schaffen wir eine Vielzahl auch kleinteiliger Nutzungsmöglichkeiten, aber wir bewahren die Funktion der Festhalle in modernisierter Form so, wie sie drei Generationen Ilmenauer kennen“, schätzt Oberbürgermeister Daniel Schultheiß ein.

Bei der Sanierung wurde das Haus mit Aufzügen bestückt, durch die nicht nur Menschen mit Handicap jede Etage der Festhalle besuchen können, sondern auch Gastronomieanbieter und Techniker schnell und direkt Zugang zu den Veranstaltungsräumen erhalten. Die Bühne kann nach Bedarf verändert werden, Motorkettenzüge liften Traversen für ein individuelles Beleuchtungskonzept nach oben und in den beleuchteten Stelen versteckt sich eine integrierte Beschallungstechnik, die je nach Akustikbedarf erweitert werden kann.

Neben den inneren Werten der Festhalle können die Ilmenauerinnen und Ilmenauer künftig einen Park erleben, der nach historischem Vorbild gestaltet wurde und dessen Herzstück der neue Springbrunnen ist. Dieser Park lädt zum Spazierengehen, zum Spielen oder einfach nur zum Verweilen ein. Über die Ilm führt eine neue Brücke, die in ihrer Gestaltung in die Zeit der Festhallenerbauung passt.

Währenddessen sind im Haupthaus der Festhalle sämtliche Leitungen verlegt, die Tischlerarbeiten abgeschlossen, der Trockenbau zu nahezu erledigt, sowie alle Aufzüge in Funktion. Als allerletzte Schritte stehen noch die letzten Parkettarbeiten im großen und kleinen Saal an und die Installation der Bühnen-, Video- und Veranstaltungstechnik an. Parallel dazu wird die Gestaltung des Vorplatzes abgeschlossen, berichtet Alexander Grube, Abteilungsleiter für Hoch- und Tiefbau.

Auch das neue Stadtwappen aus Bronze, das künftig die Stirnseite des Kultur- und Kongresszentrums ziert, ist in Arbeit und wird voraussichtlich Ende Oktober in Ilmenau erwartet. Finanziell gefördert wird die Sanierung der Festhalle aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Ziel der umfangreichen Maßnahmen war es, unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Anforderungen eine funktionsgerechte Modernisierung und energetische Sanierung des Gebäudekomplexes durchzuführen, die den heutigen Bedürfnissen und Anforderungen an ein modernes, multifunktionales Tagungs- und Veranstaltungsgebäude entspricht.

Kultur- und Kongresszentrum Festhalle Ilmenau

14.10.2022