Bild: GoetheStadtMuseum im Amtshaus

SONDERAUSSTELLUNG IN DER BERGMANNSKAPELLE

Sidonia Hedwig Zäunemann (1711-1740)

Poetin und erste Frau im Ilmenauer Bergwerk

26. Juni 2011 bis 15. Oktober 2011


Anlässlich des 300. Geburtstages der streitbaren Frau und Dichterin Sidonia Hedwig Zäunemann, am 15. Januar 1711 in Erfurt, präsentiert das GoetheStadtMuseum Ilmenau eine Ausstellung im Museum Bergmannskapelle.

Die Tochter des Advokaten und Notars Paul Nicolaus Zäunemann war eine außerordentlich begabte und zugleich unkonventionelle Frau ihrer Zeit. Im Sinn der Aufklärung stritt sie dafür, dass Frauen gleiche Bildungschancen wie Männer erhielten. Als Vertreterin der gelehrthöfischen Dichtung wurde sie 1738 durch Graf Reuß zur „Kaiserlich gekrönten Poetin" ernannt. Sie ritt nicht nur in Männernkleidern furchtlos durch Sturm, Wind und Regen in den heimatlichen Wäldern, sondern war auch die erste Frau, die bereits vor Johann Wolfgang von Goethe in das Ilmenauer Bergwerk stieg. Tief beeindruckt verfasste sie ein vielstrophiges Gedicht, in dem sie Leben und Arbeit der Bergleute beschrieb. Sidonia Hedwig Zäunemann war nur eine kurze Lebenszeit beschieden. Sie verunglückte beim Überqueren der hochwasserführenden Gera mit ihrem Pferd am 11. Dezember 1740 bei Plaue.

Die Exposition der Bergmannskapelle, einer Einrichtung des GoetheStadtMuseums Ilmenau, beleuchtet ihr Leben und Werk, aber vor allem ihre Beziehung zu Ilmenau und dem Bergbau an der Sturmheide.

Begleitet wird die Ausstellung von Rundgängen, die in der Ausstellung beginnen und von dort zu den ehemaligen Bergwerksanlagen an der Sturmheide führen.

 

Weitere Informationen zur Bergmannskapelle

Sidonia Hedwig Zäunemann, In: Poetische Rosen in Knospen, Erfurt 1738
Sidonia Hedwig Zäunemann, In: Poetische Rosen in Knospen, Erfurt 1738