Bild: Friedhof Ilmenau

Geschichte der Friedhöfe der Ortsteile



Friedhof in Roda im Frühling

Der Friedhof in Roda

Hinter der Dorfkirche befindet sich der Friedhof des Ortsteiles Roda. Die Kirche ist älter als 650 Jahre. Über die Entstehung des Friedhofes ist leider nichts bekannt. Die meiste Zeit wurde der Friedhof von der Kirche verwaltet. Als 1938 der Versuch scheiterte den Friedhof zu erweitern, war es wahrscheinlich der Grund, keine Erdbestattungen in Roda mehr durch zuführen. Außerdem soll die Bodenbeschaffenheit des Friedhofes für Erdbestattungen sehr ungünstig sein, in einem Schreiben von 1939 ist von Ruhefristen von 50 - 60 Jahren die Rede.
Inzwischen gibt es ausreichend freie Belegungsflächen und der Friedhof wurde in den letzten Jahren vollständig saniert.
Historische Grabmale sind leider nicht vorhanden. Ein Denkmal für die Opfer des 1. Weltkrieges befindet sich außerhalb vom Friedhof auf dem Kupferberg.
Durch seine schöne Lage und den alten Baumbestand wird der naturnahe Charakter des Rodaer Friedhofes betont.

 




Friedhof in Unterpörlitz

Der Friedhof in Unterpörlitz

Der Unterpörlitzer Friedhof befindet sich schon immer an der Nordseite der Kirche des Ortes. Die Entstehung ist nicht genau bekannt. Erster Teil des Friedhofes war der Platz, wo sich heute das Denkmal für die Kriegstoten befindet. Als dieser Platz nicht mehr ausreichte, wurden angrenzende Grundstücke von der Gemeinde aufgekauft. Dort wurde 1911 die Leichenhalle erbaut.
Das Denkmal für die Kriegstoten des 1. Weltkrieges wurde 1921 in einem parkähnlichen Ehrenhain errichtet. Seit 1999 werden an diesem Denkmal auch die Kriegstoten des 2. Weltkrieges geehrt.
Mitte der neunziger Jahre wurde der Friedhof nach unten nochmals erweitert und erhielt dadurch seine jetzige Größe. In dem unteren Teil befindet sich auch die neu angelegte Urnengemeinschaftsanlage für den OT Unterpörlitz.
Bemerkenswert ist der wertvolle Baumbestand auf dem Friedhof. Historische Grabstätten sind leider nicht vorhanden, die alten Familiengräber an der Mauer sind allerdings erhaltenswert. Neben der Leichenhalle befindet die Grabstätte der Familie Gropp. Herr Gropp war einmal Bürgermeister in der Gemeinde Unterpörlitz.

 




Friedhof in Heyda

Der Friedhof in Heyda

Der Friedhof des Oststeils Heyda besteht seit Entstehung des Dorfes um die Kirche. Genaue Daten sind leider nicht bekannt.1929 wurde die kleine Feierhalle errichtet. Zum Teil ist der Friedhof mit einer schönen Natursteinmauer eingefasst. Diese wurde 1999 saniert. Sehenswert ist auch das schöne Eingangsportal am Haupteingang zum Friedhof. Ende der fünfziger/ Anfang der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde eine notwendige Erweiterung des Friedhofes vorgenommen.
Einige historische Grabmale befinden sich im Außenbereich der Kirche.
Es gibt ein Grab für zwei Kriegstote aus dem 2. Weltkrieg, unbekannte KZ-Häftlinge, die auf dem Transport erschossen wurden. Ein Denkmal für alle Kriegstoten von Heyda befindet sich in der Nähe des Eingangsportals.
Der wertvolle alte Baumbestand betont den naturnahen Charakter des Friedhofes von Heyda.

 




Oberer Friedhof in Manebach

Friedhöfe in Manebach

Oberer Friedhof

Der Friedhof wurde 1615 angelegt, bis dahin wurden die Toten nach Gera (Geraberg) getragen und dort beerdigt. Der Weg dorthin, der durch den Wald über die Schöffenhauswiese führt, wurde „Todtenweg" genannt.
Der erste Teil des Friedhofes entstand an der Manebacher Wand, am Weg nach Elgersburg. Ein Valentin Bergmann wurde zuerst dort begraben, deshalb hieß der Friedhof im Volksmund „Valentinsgoarten".
Der zweite Teil des Friedhofes besteht seit 1873 und war durch den Fahrweg vom ersten Teil getrennt. Zuletzt wurden auf dem ersten Teil noch Kinder begraben. Seit Mitte des vorigen Jahrhunderts existiert er nicht mehr.
Der zweite Teil ist der heutige obere Friedhof in Manebach. Hier errichtete die Gemeinde für 1400 Reichsmark 1898 eine Leichenhalle.
Leider sind durch mehrere Sanierungen des Friedhofes in den letzten Jahrzehnten historisch bedeutsame Grabstätten verschwunden und alter wertvoller Baumbestand nicht mehr vorhanden.
Vorhanden ist noch das Grabmal der Familie Splett aus Berlin. Sie war in Freundschaft verbunden mit der Pfarrersfamilie Leberl und der Familie Doellert aus Manebach. Frau und Herr Splett waren Engländer. Auf Grund seines Glaubens war Herr Splett Kriegsdienstverweigerer im 1. Weltkrieg und wurde deshalb interniert. Er starb 1931 an den Folgen seiner Krankheiten aus dem Lager. Frau Splett gab Klavierunterricht und hat während des 2. Weltkrieges den jüdischen Verleger Dr. Lichtenstein in ihrer Wohnung in Berlin versteckt, er überlebte.
An der neu errichteten Urnengemeinschaftsanlage befindet sich ein altes Grabmal mit Engelsfigur. Die Grabstätte war das Kindergrab von Walter Schlegelmilch. Die Eltern des verstorbenen Kindes waren die Wirtsleute des ältesten Wirtshauses von Manebach „Schöne Aussicht".
Ein zentraler Platz auf dem oberen Friedhof ist das Ehrenmal für Kriegstote aus dem 2. Weltkrieg.
Ein Ehrenhain für die Kriegstoten aus dem 1. Weltkrieg befindet sich am Ortsrand von Manebach.




Unterer Friedhof in Manebach

Unterer Friedhof

Der untere Friedhof ist der Friedhof Kammerberg. Kammerberg war bis 1922 ein eigener Ort und gehörte staatlicher- und kirchlicherseits zu Ilmenau. 1889 wurde der Friedhof angelegt und am 23. August fand die erste Beerdigung statt. Vorher wurden die Toten in Ilmenau begraben.
1921 wurde das kleine Friedhofshäuschen erbaut und als Leichenhalle genutzt.
Historische Grabstätten sind leider nicht vorhanden. Im oberen Teil des Friedhofes befindet sich die Grabstätte der Familie Krebel. Sie waren die Besitzer der Villa neben dem Friedhof.
Bemerkenswert ist die schöne Lage des Friedhofes, er liegt am Ortsrand von Manebach am Wald eingerahmt von alten Bäumen.