Bild: GoetheStadtMuseum im Amtshaus

SONDERAUSSTELLUNG

Leise Lautstärken -

Zeichnungen und Druckgrafik von Horst Sakulowski

vom 11. März bis zum 8. April 2018



Horst Sakulowski: Tod und Heuchler, 1983
Horst Sakulowski: Tod und Heuchler, aus dem Zyklus: Visionen über den Tod, Radierung/ Aquatinta, 1983, Privatbesitz, Foto: GoetheStadtMuseum Ilmenau

Dem bedeutenden Bildhauer, Maler, Grafiker, Zeichner und Videokünstler Horst Sakulowski widmen Museen in Saalfeld, Ilmenau, Bad Frankenhausen und die Lesley University in Boston anlässlich seines 75. Geburtstages umfangreiche Ausstellungen. Im GoethestadtMuseum Ilmenau wird vom 11. März bis 8. April 2018 eine Auswahl seiner exzellenten Zeichnungen, Druckgrafiken und ein Film präsentiert. Dabei stehen Themen wie Leben und Tod, Religion und Weltlandschaft im Vordergrund.

Am gleichen Tag wie Goethe geboren, ist es nicht die einzige Beziehung, die sich zu dem Universaldenker herstellen lässt. So wie Goethe die Zusammenhänge zwischen Natur, Geist, Religion und dem Individuum in der Gesellschaft als ganzheitlich betrachtet und in seinen Schriften formuliert, wagt Sakulowski die Auseinandersetzung mit der Welt auf zeichnerischem Gebiet. Mit Treue zum Detail perfektioniert er seine zeichnerischen Arbeiten und Grafiken, die das scheinbar Nebensächliche verfremden und dieses zum Teil skurril oder ironisierend erscheinen lassen. Seine Betrachtungen zu Werden und Vergehen, im Mikro- wie im Makrokosmos bringt Erstaunenswertes hervor, das zum Nachdenken anregt.




Der in Weida tätige Künstler studierte von 1962 bis 1967 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig im Fach Malerei und Grafik bei Prof. Bernhard Heisig. In Ilmenau wurde eine Auswahl seiner Werke 2003 in der Kleinen Galerie der Alten Försterei gezeigt. „Zwischen Fantasie und Wirklichkeit“ lautet der Titel einer Exposition, die derzeit noch in der Suchtstation der Ilm-Kreis-Klinik zu sehen ist. Die Kunsthistorikerin Susanne Hebecker prägte treffliche Worte über seine Werke: „ Der Künstler Horst Sakulowski hat nicht Physik studiert, auch nicht Philosophie und nur selten hat er durch ein Mikroskop geschaut. Dennoch scheint er ein Wissen über die Welt zu haben, welches der faktischen Wissenschaft keinesfalls unterlegen ist, welches in den Tiefen der Weltschöpfung beginnt und in Zukünftiges zu blicken vermag, das er im Gegenwärtigen erkennt.“