Bild: Fliederblüte im Mai

Informationen zu Straßenumbenennungen 2019

Informationen zur Straßenumbenennung aus der Einwohnerversammlung vom 8. Januar 2019

Die im vergangenen Jahr begonnene Gemeindeneugliederung (Gebietsreform) macht eine Umbenennung von Straßen notwendig, die zurzeit namentlich doppelt, beziehungsweise mehrfach vorhanden sind.

Dies ist eine Konsequenz aus den aktuell geltenden Rechtsregeln, nach dem Thüringer Straßengesetz (ThürStrG) und der Thüringer Kommunalordnung (ThürKO).

Demnach darf es innerhalb eines Stadt-/Gemeindegebiets keine unterschiedlichen Straßen gleichen Namens geben, jede Bezeichnung darf nur einmal vorhanden sein.
Eine Unterscheidung der Lage anhand unterschiedlicher Postleitzahlen ist rechtlich gesehen nicht möglich.

Die Stadt Ilmenau ist hiernach gezwungen, die geltenden Regeln über eine Umbenennung mehrfach vorhandener Straßenbezeichnungen umzusetzen. Insgesamt sind somit 87 Straßen, einschließlich innerhalb des Kernstadtgebiets, umzubenennen.

Die Ortsteilräte sind eng in diesen Prozess eingebunden, indem sie Vorschläge für die Umbenennung einbringen können. Darüber hinaus halten wir alle Bürgerinnen und Bürger dazu an, den zuständigen Gremien ihre Ideen zukommen zu lassen.

Welche Straßen umbenannt werden müssen, wird durch ein Punktesystem bestimmt.

Nach den Kriterien

  • Hauptwohnungen
  • Behörden/Schulen/öffentlichen Einrichtungen/Bushaltestellen
  • Gewerbebetriebe, Selbständige, Freiberufler

werden in unterschiedlicher Gewichtung Punkte vergeben.
(Hauptwohnungen: 1 Punkt, Behörden/Schulen/öffentlichen Einrichtungen/Bushaltestellen: 3 Punkte, Gewerbebetriebe, Selbständige, Freiberufler: 5 Punkte)

Multipliziert mit der Anzahl der Vorhandenen ergibt sich ein Punktwert für das Kriterium.
Nach Addition der Einzelpunktwerte darf die Straße mit dem höchsten Summenwert in diesem Ortsteil den Namen behalten, die anderen Ortsteile müssen jene umbenennen.

Somit wurde ein logisches und für alle gerechtes Entscheidungssystem geschaffen.

Bei künftigen Gebietserweiterungen gilt:  Bei Dopplungen sind dann die Straßen in den neu hinzukommenden Ortsteilen umzubenennen. Den derzeit betroffenen Ortsteilen stehen bei unveränderter Rechtslage später keine neuerlichen Umbenennungen bevor.

 

Folgende Straßen müssen umbenannt werden:

Ort/ Ortsteil Straßen
Ilmenau Amtsstraße, August-Bebel-Straße, Feldstraße, Fichtenweg, Rudolf-Breitscheid-Straße, Talstraße, Teichstraße 
Bücheloh Neue Straße 
Frauenwald Am Bahnhof, Bergstraße, Waldstraße, Wiesenweg 
Gehren Bahnhofstraße, Bergstraße, Gartenstraße, Langewiesener Straße, Mittelgasse, Neue Straße, Nordstraße, Schleusinger Straße, Südstraße, Talstraße, Teichstraße, Wiesenweg 
Gräfinau-Angstedt Bergstraße, Gartenstraße, Gehrener Straße, Talstraße, Wiesenweg 
Jesuborn Waldstraße 
Langewiesen Am Bahnhof, Bahndamm, Bahnhofstraße, Gartenweg, Goethestraße, Ilmenauer Straße, Mühlgraben, Neue Straße, Oehrenstöcker Straße, Schillerstraße, Steinstraße, Straße des Friedens, Teichstraße, Waldstraße, Weide, Wiesenweg, Wümbacher Straße 
Manebach Mühlweg, Schleusinger Straße 
Möhrenbach Am Stollen, Friedensstraße, Gehrener Straße, Großbreitenbacher Straße, Schulstraße 
Oberpörlitz Neue Straße 
Oehrenstock Am Sportplatz, Ilmenauer Straße, Langewiesener Straße, Nordstraße, Schulstraße
Pennewitz Arnstädter Straße, Bergstraße, Friedensstraße, Gartenstraße, Gehrener Straße, Großbreitenbacher Straße, Königseer Straße, Talstraße 
Stützerbach Bahnhofstraße, Bergstraße, Feldstraße, Friedensstraße, Gartenstraße, Goethestraße, Ilmenauer Straße, Mittelstraße, Mühlgraben, Schulstraße, Waldstraße 
Unterpörlitz Heydaer Straße, Ilmenauer Straße 
Wümbach Bücheloher Straße, Feldstraße, Gartenweg, Langewiesener Straße, Straße des Friedens 

In den Ortsteilen Heyda und Roda muss keine Straße umbenannt werden.


Vielen Dank an alle, die sich zum Thema Straßenumbenennung geäußert haben. Die zahlreichen Vorschläge und Hinweise wurden an die jeweiligen Ortsteilbürgermeister bzw. Ortsteilräte weitergeleitet. Zwischenzeitlich gibt es für jede umzubenennende Straße einen Namensvorschlag. Momentan erfolgt die Vorbereitung des Beschlussantrags für die Stadtratssitzung am 21. März 2019. Für das Amtsblatt am 5. April 2019 ist dann die entsprechende Veröffentlichung vorgesehen.