Bild: Bergmannskapelle

Bergmannskapelle

Besichtigung und Führung auf Anfrage

geöffnet am Museumstag, 20.05.2012 und
am Tag des offenen Denkmals, 09.09.2012

 

Die Bergmannskapelle befindet sich mitten im früheren Bergbaurevier des Ilmenauer Kupfer- und Silberbergbaues an der Sturmheide, unterhalb der Halde des ehemaligen Schachtes "Gottes Gabe". Zu ihrer Geschichte sind bisher kaum schriftliche Quellen bekannt. Daher stützen sich Vermutungen über die Funktion des Gebäudes auf Überlieferungen aus anderen Bergbaurevieren. An der Sturmheide betrieb man nur bis 1739 Bergbau, und so ist das Gebäude wahrscheinlich schon im 17. Jahrhundert errichtet worden. Es zählt damit zu den wenigen Zeugen des Ilmenauer Kupfer- und Silberbergbaues.

Unter den Ilmenauern hielt sich hingegen der Begriff "Bergmannskapelle" und die Ansicht, dass hier die Bergleute vor dem Einfahren in den Schacht ihr Gebet verrichteten. Jedoch ist diese volkstümliche Deutung nicht ganz zutreffend, da sich die Betstube nachweislich im Zechenhaus befand. Das markante Fachwerkhäuschen gehörte mit großer Wahrscheinlichkeit zu den Kunstgebäuden des Schachtes "Gottes Gabe" und enthielt einen Teil der Wasserkunst (Kunstrad), welches zur Hebung des Wassers in der Grube nötig war.

Heute befindet sich in dem Gebäude eine kleine Ausstellung zum Kupferschieferbergbau an der Sturmheide. Als Interimsausstellung für das geschlossene Amtshaus begrüßte sie bis September 2008 Museumsbesucher.

 


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