Bild: Markt mit Rathaus und Amtshaus

Die Stadt Ilmenau gratuliert der Ilmenauer Grundschule 'Am Stollen' zu ihrem dritten Platz beim Deutschen Lesepreis 2018

Die Stadtverwaltung Ilmenau gratuliert auf diesem Weg der Ilmenauer Grundschule „Am Stollen" zu ihrem dritten Platz beim Deutschen Lesepreis 2018, zur Leseförderung an Schulen.
Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule "Am Stollen" haben den dritten Platz in der Kategorie „Herausragende Leseförderung an Schulen" belegt. Überzeugend für die Jury war der besondere Unterrichtsschwerpunkt in Bezug auf die Leseförderung. Die Lesefähigkeit wurde unter anderem durch differenzierte Gruppenübungen, eine Hörspiel-AG sowie Vorlese- und Gedichtwettbewerbe gezielt verbessert.

Dies ist deshalb eine gute Nachricht, weil die Lese- und Verstehens-Leistung deutscher Schülerinnen und Schüler im internationalen Vergleich zurückgefallen ist. Zwar blieb die gemessene Leseleistung in Bezug auf frühere Erhebungen in etwa gleich, jedoch haben sich andere Länder innerhalb und außerhalb der EU hier viel stärker verbessert, sodass Deutschland nur einen Rang im Mittelfeld belegt. Das belegt z. B. die IGLU-Studie aus dem Jahr 2016.

Dies mag zunächst keine Veranlassung zur Sorge bieten, allerdings wurde auch festgestellt, dass etwa ein Fünftel der deutschen Grundschüler nicht einmal ausreichend gut lesen kann. Diese Kinder sind somit häufiger mit erheblichen Schwierigkeiten beim Verstehen und Lernen ab der Sekundarstufe I (fünfte Klasse) konfrontiert. Sie haben oft Schwierigkeiten Informationen zu ordnen und Aussagen zu interpretieren. Nur etwa jedes zehnte Kind in Deutschland zeigt dagegen besonders starke Leseleistungen.

Laut IGLU-Studie können Viertklässler in Deutschland in etwa so gut lesen wie ihre Altersgenossen in Österreich, in der Slowakei und in Kasachstan.
Der Leistungsmittelwert Deutschlands liegt knapp unter dem Mittelwert der OECD-Länder und dem der EU, aber immerhin deutlich über dem internationalen Mittelwert der insgesamt 61 Teilnehmerstaaten.
Unter den EU-Staaten konnten sich England, Lettland, Schweden, Ungarn, Bulgarien, Litauen, Italien, Dänemark und die Niederlande, im Vergleich zum IGLU-Studienergebnis aus 2011, steigern. International ergaben sich Leistungssteigerungen beispielsweise bei Russland, Singapur, Slowenien und der Slowakei.

Ausgelobt wurde der Deutsche Lesepreis durch die Stiftung Lesen und die Commerzbank-Stiftung in Berlin und dabei an insgesamt 16 Personen und Einrichtungen verliehen, die sich nachhaltig für die Leseförderung einsetzen.
Die Auszeichnung ist mit einem Gesamtpreisgeld von 25.000 Euro dotiert und wurde in sechs Kategorien vergeben. Diese sind individuelles Engagement, kommunales Engagement, Sprach- und Leseförderung in Kitas, Leseförderung an Schulen, Leseförderung mit digitalen Medien. Dazu gab es einen Sonderpreis für prominentes Engagement.

Der Preis steht unter der Schirmherrschaft von Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, und wird unterstützt von der Commerzbankstiftung, mehreren Jugend- und Kulturstiftungen sowie dem Buchhandel.