Bild: Stolpersteine

Stolpersteine

Stolperstein Eichenbronner

Vor ehemaligen Wohn- und Geschäftshäusern jüdischer Familien in der Innenstadt wurden Stolpersteine gesetzt, um an die Juden in Ilmenau zu erinnern. Diese können Sie auf einem Rundgang selbst erkunden.

 

Die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Ilmenau wurde erstmals im Jahre 1555 erwähnt und bereits zu dieser Zeit, wie aus Kirchenprotokollen hervorgeht, von den restlichen Bürgern beklagt. Im Jahre 1560 wurden die Ilmenauer Juden gänzlich vertrieben. Erst ab ungefähr 1700 siedelten sich wieder Juden an. Im Jahre 1930, kurz vor der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus, zählte Ilmenau 80 jüdische Einwohner. In dieser letzen Epoche der jüdischen Gemeinde war dies die höchste Anzahl. Diese lebten überwiegend akzeptiert und geachtet von der restlichen Bevölkerung.

In der Pogromnacht 1938 wurde die kleine Betstube in der Burggasse geschändet und geplündert. Damit endete die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Ilmenau und auch nach 1945 gab es keinen Neubeginn mehr. 1942 wurden 14 Ilmenauer Juden im Rahmen einer großen Deportation Thüringer Juden in das Ghetto Belzyce bei Lublin verschleppt.

Informationen zur Verlegung der Stolpersteine in Ilmenau

Weitere Informationen erhalten Sie im Stadtarchiv (Weimarer Straße 1c, 98693 Ilmenau).

 

Festhalle Hier befindet sich ein Parkplatz, von dem aus Sie die erste Station nach wenigen Minuten erreichen.
Örtlichkeit Hier wohnte
Naumannstraße 12

DR. WALTER EICHENBRONNER
geb. 30.05.1902, deportiert 10.05.1942 GHETTO BELZYCE
ermordet MAJDANEK


FLORA EICHENBRONNER
geb. HAMBERG 28.10.1906, deportiert 10.05.1942 GHETTO BELZYCE
ermordet DISTRIKT LUBLIN

 

GISELA EICHENBRONNER
geb. 11.04.1932, deportiert 10.05.1942 GHETTO BELZYCE
ermordet DISTRIKT LUBLIN

 

Schleusinger Allee 22
(heute Tannenkreisel)
EMIL STREITER
geb. 26.02.1882, verhaftet 19.02.1944, ZUCHTHAUS BRANDENBURG
ermordet 10.07.1944

Straße des Friedens 21-23

ehem. Eichenbronnersches Kaufhaus

DAVID EICHENBRONNER
geb. 27.02.1870 , Flucht in den Tod am 18.10.1934
IM KAUFHAUS


MATHILDE EICHENBRONNER
geb. ORTENBERGER am 23.02.1874, deportiert, ermordet 17.10.1942 KZ THERESIENSTADT


MARIE NAUMANN
geb. EICHENBRONNER am 15.02.1901, deportiert 1943
ermordet 02.01.1944 KZ AUSCHWITZ

 

MATHILDE EICHENBRONNER (Schwägerin von DAVID E.)
geb. WESERMANN 29.07.1876, deportiert 1942 GHETTO BELZYCE
ermordet

 

Am Mühltor 2

SALLY GABBE
geb. 06.04.1874, deportiert 20.09.1942, ermordet 23.04.1944 KZ THERESIENSTADT



JEANETTE GABBE
Tod IM ILMENAUER KRANKENHAUS

Schwanitzstraße 7

JAKOB MÜNZ
JG. 1888, deportiert 1942, GHETTO BELZYCE MAJDANIK, ermordet 09.11.1942

 

JOHANNA MÜNZ
geb. HAMBERG JG. 1897, deportiert 1942 GHETTO BELZYCE ermordet



HERBERT MÜNZ
JG. 1925, deportiert 1942 GHETTO BELZYCE MAJDANIK, ermordet 09.11.1942

Friedrich-Hofmann-Straße 7

SAMUEL GRONNER
JG. 1885, deportiert 1942 GHETTO BELZYCE, ermordet

 

HELENE GRONNER, geb. SANDLER
JG. 1887, deportiert 1942 GHETTO BELZYCE, ermordet

 

WILHELM SANDLER
geb. 1876, deportiert 1942 KZ THERESIENSTADT
ermordet 1944 IN AUSCHWITZ

Bahnhofstraße 16  

ERICH ORTENBERGER
JG:1898, deportiert 1942 GHETTO BELZYCE, ermordet



JENNY ORTENBERGER
JG. 1877, deportiert 1942 GHETTO BELZYCE, ermordet

 

ASTA ORTENBERGER
JG. 1901, deportiert 1942 GHETTO BELZYCE, ermordet

Pfortenstraße 21

KARL ZINK
JG. 1910, verhaftet 1935 und 01.09.1939, hingerichtet 06.09.1940 ZUCHTHAUS BERLIN-PLÖTZENSEE

 

WALTER ZINK
JG. 1918, verhaftet 01.09.1939, ZUCHTHAUS KZ FLOSSENBÜRG

Burggasse 11

WILHELM VÖLKOPF
 JG. 1873, verhaftet BUCHENWALD eingewiesen 1941 'HEILANSTALT' HILDBURGHAUSEN, tot 21.09.1941