Bild: Bob- und Rodelweg an der Bobhütte

Bob- und Rodelweg

Bob- und Rodelweg

Parkplatz Festhalle - Waldstraße - Ritzebühler Teich - Alte Rodelbahn - Stern - Gebrüder-Harz-Hütte - Bobhütte - historische Bobbahn Start/Ziel - Hertzer Promenade - Rennschlittenbahn - Steinstraße - Parkplatz Festhalle

Der ca. 10 km lange Bob- und Rodelwanderweg führt Sie auf der einstigen Rodelbahn hinauf zum Gipfel des Lindenberges und von dort auf der historischen Bobbahn bergab zur ganzjährig geöffneten Freizeit- und Rennschlittenbahn „Wolfram Fiedler".

 

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Parkplatz an der Festhalle. Die Waldstraße führt Sie durch das sogenannte Villenviertels Ilmenaus mit imposanten Gründerzeithäusern. Vom Ritzebühler Teich aus wandern Sie entlang des Gabelbachs ein Stück auf den Ilmenauer Naturpfad und erreichen die Tennisplätze und den Abfahrtshang im Gabelbachtal, der im Winter von Skifahrern genutzt wird. Letzteres war auch das Ziel der alten Städtischen Rodelbahn. 1913 fanden hier die ersten Deutschen Meisterschaften im Rennrodeln statt. Diese einst 2,5 km lange Gabelbachbahn ist die erste Etappe des Bob- und Rodelweges, der Sie stetig bergauf führt.

Danach halten Sie sich links und bleiben auf dem breiten Forstweg. Nach der Wegkreuzung (Stern) liegt zwischen Schwarzbrunnerkopf und Lindenberg die als Schutzhütte erbaute „Gebrüder-Harz-Hütte". Herrmann und Otto Harz waren Ilmenauer Bobfahrer, von denen Otto 1951 in Oberhof bei der Viererbobmeisterschaft tödlich verunglückte.


Von hier geht es noch mal bergauf bis zum Lindenberggipfel in 749 m Höhe, wo sich der Startpunkt der historischen Bobbahn befand. Dort entstand eine Clubhütte mit Schankgenehmigung, die 1934 nach einem Brand als Blockhaus im Schweizer Stil erneuert und später durch einen Massivbau erweitert wurde. Heute ist die Bobhütte ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer. Wenn Sie auf der anderen Seite des Lindenbergs einen kleinen Abstecher zur Aussichtsplattform „Kyrill", dem "Ilmenauer Balkon",  machen, haben Sie einen uneingeschränkten Blick auf Ilmenau und die angrenzende Landschaft mit der imposanten ICE-Brücke nahe Langewiesen. Die Plattform am Lindenberg entstand als Erinnerung an den 2007 tobenden Sturm Kyrill. Künstler der Stelen mit Uhu und Specht war Marco Zentgraf, städtischer Forstarbeiter.

Der Bob- und Rodelweg führt von der Bobhütte rechts in den Wald die historische Bobbahn hinunter. Hier sind die mit Steinen geformten Kurven noch sehr gut zu sehen. Nach der Kickelhahnkurve und der Unterquerung des ehemaligen Schlittenaufzuges erreichen Sie ein sehr steiles Gefälle der Lindenbergbahn. Hier wurde noch in den 60er Jahren gemäß den internationalen Anforderungen an eine Rodelbahn eine S- Kurve eingebaut.
Die folgenden Kurven sind die Dinckler- und die Sport- Sonntag- Kurve, mit 21% das steilste Stück der Bahn. Durch die kleine Goetheschul- und große Schaukurve erreichen Sie das ehemalige Ziel der historischen Bobbahn in Höhe der Tennisplätze. Weiter geht es die Hertzer- Promenade entlang zur heute im Sommer wie im Winter genutzten Rennschlittenbahn „Wolfram Fiedler" am Floßberg. Wolfram Fiedler aus Ilmenau war mehrfacher Europameister und 1972 Olympiadritter im Rennrodeln, er verstarb bereits 1988.

Historische Bobbahn
Historische Bobbahn
Aussichtsplattform am Lindenberg
Aussichtsplattform am Lindenberg
Bob- und Rodelweg auf der Hertzer Promenade
Bob- und Rodelweg auf der Hertzer Promenade

Bobhütte
Bobhütte
Steinkurve
Steinkurve
Winterwald
Winterwald