Bild: Jagdhaus Gabelbach

Eröffnung der Ausstellung "Goethe, die Natur und seine Ilmenauer Weggefährten" im Museum Jagdhaus Gabelbach

Nach dreimonatiger Bauzeit wird die neugestaltete Ausstellung des Museums Jagdhaus Gabelbach am Sonntag, den 27.09.2015 wieder eröffnet. Bei freiem Eintritt von 11:30 Uhr bis 17:00 Uhr gibt es nicht nur die neuen Räume im Obergeschoss zu erkunden. Auch "alte Bekannte" wie das Wildschwein im Erdgeschoss, die wegen der Bauarbeiten vorübergehend ausquartiert wurden, sind nun wieder an ihrem angestammten Platz zu sehen. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgt das Berg- und Jagdhotel Gabelbach mit Kaffee & Kuchen, Süppchen und anderen kleinen Snacks.

Im Mittelpunkt der neuen Ausstellung stehen Goethes Aufenthalte, von den geselligen Jagdausflügen mit Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach bis hin zu einsamen Waldspaziergängen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem weltweit bekannten Gedicht "Wandrers Nachtlied" sowie anderen Versen und auch Zeichnungen Goethes, die während der Ilmenauer Zeit entstanden und oftmals der Hofdame Charlotte von Stein gewidmet waren. Beleuchtet wird auch Goethes Verhältnis zu Weimarer Freunden wie Knebel, Herder und Jean Paul und sein fachlicher Austausch mit Ilmenauer Persönlichkeiten wie Johann Christian Mahr, Carl Wilhelm Voigt und Johann Friedrich Wenzel. Erstmals wird das Gedicht "Lethe" von Goethes Urfreund Knebel öffentlich gezeigt, das sich im Besitz des GoetheStadtMuseums Ilmenau befindet. Erworbene Nachlässe der Familien Mahr und Wenzel vermitteln ein Bild über paläobotanische und geologische Forschungen in und um Ilmenau. Schließlich wird auch auf die Lebenserinnerungen des Berginspektors Mahr in Zusammenhang mit Goethes letztem Geburtstag eingegangen. Johann Heinrich Mahr berichtet höchst persönlich über seine Erlebnisse mit Johann Wolfgang von Goethe auf dem Kickelhahn im August 1831.